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Privatliquidation
PKV bietet Rechnungsprüfung für Patienten im Internet an!
Unter "www.derprivatpatient.de" bietet der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) jetzt eine Rechnungsprüfung für Patienten im Internet an. Auf der Startseite heißt es dazu:
"Ziel ist es, jeden in die Lage zu versetzen, ein gut informierter und damit selbstbewusster Partner im Dialog mit seinem Gegenüber, also zum Beispiel seinem Arzt oder seiner Ärztin, zu sein. Wir sind bemüht, alle Fachbegriffe, Hintergründe, Fakten und aktuellen Themen so klar verständlich, übersichtlich und benutzerfreundlich wie möglich aufzubereiten."
Rechnung soll erst nach der Überprüfung durch die Versicherung beglichen werden
Unter anderem wird erläutert, wie der Patient seine Rechnung prüfen kann. Die einzelnen notwendigen Bestandteile der Rechnung werden aufgelistet und als "hilfreich" werden die folgenden Fragen aufgeführt:
"Wurde die Leistung erbracht? Ist die Rechnung, sind die Steigerungssätze nachvollziehbar und in der Höhe gerechtfertigt? Die Rechnung sollte erst nach der Überprüfung, die gegebenenfalls Ihre Versicherung übernimmt, beglichen werden. Die Rechnungsüberprüfung trägt auch zu stabileren Beiträgen in der Krankenversicherung bei."
Begriffe wie Punktzahl und Punktwert, Einfachsatz, Steigerungssatz, Regelhöchstsatz und Höchstsatz werden ebenso erklärt wie Honorarvereinbarung, Analogleistung etc.
Einzelne Rubriken gibt es für Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser, Arzneimittel, andere Heilberufe sowie Heil- und Hilfsmittel. Allerdings befindet sich die Zahnarzt-Seite derzeit noch im Aufbau.
Fazit
Selbstverständlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Patienten sachlich über ihre Rechte und Pflichten sowie über die Möglichkeiten, Rechnungen zu überprüfen, aufgeklärt werden. Allerdings machen schon die zitierten Fragen deutlich, dass das Verhältnis der privaten Krankenversicherungen zu den Leistungserbringern wie Ärzten und Zahnärzten von erheblichem Misstrauen geprägt ist und dieses Misstrauen durch derartige Fragestellungen bei den 16 Millionen PKV-Mitgliedern noch weiter geschürt wird. Dies zeigt auch der immer weiter ausufernde Schriftverkehr mit den Versicherungen in Fragen der Kostenerstattung, der den bürokratischen Aufwand in den Zahnarztpraxen immer weiter in die Höhe treibt.
Quelle: Privatliquidation aktuell - Ausgabe 08/2004, Seite 15
Quelle: Ausgabe 08 / 2004 | Seite 15 | ID 104955