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Leserforum
Mehrfachberechnung der Nr. 203 nicht zulässig?
Frage: "Anbei senden wir Ihnen eine Stellungnahme der Postbeamtenkrankenkasse. Uns liegen jetzt zwei Fälle vor, bei welchen die PBeaKK die Mehrfachberechnung der Nr. 203 ablehnt, obwohl aus der Rechnung genau ersichtlich ist, dass es sich um unterschiedliche Maßnahmen handelt. Gelten hier andere Bestimmungen als bei der Beihilfe?
Außerdem weigert sich die PBeaKK, die Nr. Ä3 (PA/ZE Planungsbesprechung) neben der Nr. 404, die als Analogposition für eine PZR angesetzt wurde, zu übernehmen. Die Leistungen wurden von verschiedenen Behandlern in verschiedenen Behandlungszimmern erbracht, allerdings am selben Tag. Müssen wir Patienten in diesen Fällen erst nach Hause schicken und dann später eine Position als zweite Sitzung kennzeichnen?"
Antwort: Unter der GOZ-Nr. 203 sind viele verschiedenartige Leistungen zusammengefasst, das heißt es werden mit ihr verschiedene Tätigkeiten beschrieben. Alle verschiedenartigen besonderen Maßnahmen können jeweils mit der GOZ-Nr. 203 pro Kieferhälfte oder Frontzahnbereich berechnet werden. Für die Beihilfestellen gibt es hierzu keine besonderen Vorschriften. Fakt ist aber auch: Ihr Honoraranspruch richtet sich ausschließlich nach den Vorschriften der GOZ. Danach waren Sie zum mehrfachen Ansatz der Nr. 203 für verschiedene Leistungen - auch in einer Sitzung - berechtigt. Zu Beihilestellen oder Privatversicherern haben Sie kein Rechtsverhältnis.
Die Abrechnungsbestimmung zu Nr. 3 GOÄ ist dahingehend zu verstehen, dass zeitgleich mit der Beratung keine weiteren Leistungen mit Ausnahme der Nrn. 5, 6, 7, 8, 800 oder 801 erbracht werden dürfen. Der Zahnarzt kann, wenn er den Patienten mindestens zehn Minuten berät, gegebenenfalls dabei untersucht und danach weitere Leistungen erbringt, diese Leistungen auch berechnen. Entscheidend ist, dass er während einer Beratung nach Nr. Ä3 keine Leistungen außer der Untersuchung berechnet (wobei der Brück'sche Kommentar dies anders sieht). Insoweit ist eine zweite Sitzung nicht erforderlich, um eine Beratung nach Nr. 3 GOÄ und eine sich anschließende weitere zahnärztliche Leistung berechnen zu dürfen.
Quelle: Privatliquidation aktuell - Ausgabe 04/2004, Seite 17
Quelle: Ausgabe 04 / 2004 | Seite 17 | ID 104906