logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

01.12.2007 | Leserforum

Abrechnung der direkten Unterfütterung beim Privatpatienten?

Frage: „Kann ich bei einer direkten Unterfütterung bei einem Privatpatienten zusätzlich zur GOZ-Position für die zahntechnische Arbeit die BEB-Nrn. 8122, 8002 bzw. 8001 und die Materialkosten in Ansatz bringen?“ 

 

Antwort: Für die direkte Unterfütterung können Sie die BEB-Nrn. 8002 (Basis unterfüttern) bzw. 8001 (Basisteil unterfüttern) nicht in Ansatz bringen. Diese Positionen honorieren den zahntechnischen Aufwand, der bei indirekten Unterfütterungen anfällt, wenn die mit Abformmaterialien beschichtete Prothesenbasis gegen den Prothesenkunststoff ausgetauscht wird.  

 

Bei direkten Unterfütterungen wird der selbst härtende Prothesenkunststoff – in der Regel Autopolymerisat – direkt auf die Prothesenbasis aufgetragen und anschließend geglättet sowie poliert, was den Ansatz der BEB-Nr. 8122 (Ausarbeiten und Polieren nach direkter Unterfütterung) rechtfertigt. 

 

Die Berechnung von zusätzlichen Materialkosten bei direkten Unterfütterungen stellt sich als schwierig dar, da gemäß den Allgemeinen Bestimmungen in Abschnitt A der GOZ nur Abformmaterialien gesondert berechnungsfähig sind. Da Autopolymerisat kein Abformmaterial darstellt, käme die Materialkostenberechnung allenfalls zum Ansatz, wenn es sich um die Berechnung im Rahmen der Zumutbarkeitsgrenze handelt.  

 

Quelle: Ausgabe 12 / 2007 | Seite 18 | ID 116101