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Implantologie

So ist das Bonekondensing zu berechnen

von Dr. Hans-Jürgen Hartmann, Tutzing

Die Frage, wie das Bonekondensing abzurechnen ist,stellt sich insbesondere im Zusammenhang mit neuenImplantologie-Verfahren oder auch in Verbindung mit dem internenSinuslift. In der Leistungslegende der GOZ-Nr. 901 ist vorgesehen, dassfür das Präparieren einer Knochenkavität für einenossales Implantat diese Position abrechnungsfähig ist.Betrachtet man den Wortlaut dieser Leistungsbeschreibung, so ist nichtzu erkennen, dass hier Vorschriften gemacht worden sind, wie dieKnochenkavität präpariert wird. Dies kann durch Fräsen,Schnitzen, direktes Eindrehen von selbstschneidenden Schrauben,Einklopfen oder welche Möglichkeiten sich auch zukünftig nochergeben werden, geschehen.

Bondekondensing stellt eineArt der Präparation des Implantatbettes dar und entspricht derLeistungsbeschreibung der GOZ-Nr. 901

Die Bonekondensing-Methode ist ein Verfahren, indem um die Knochenkavität herum Knochensubstanz verdichtet wird.Nicht in allen, aber doch in vielen Fällen wird eine Pilotbohrungvorgenommen, die dann langsam durch Bonekondenser-Maßnahmen zuder Originalgröße des Implantates erweitert wird – seies, dass ein Zylinder eingeklopft oder eine Schraube eingedreht wird.

Daraus ergibt sich, dass Bondekondensing eine Artder Präparation des Implantatbettes darstellt und derLeistungsbeschreibung der GOZ-Nr. 901 entspricht. Dass im internenBereich Knochen verdichtet wird, ist dabei ein Nebeneffekt, der durchdie Gebührenordnung nicht bewertet wird. Darüber hinaus mussman beachten, dass neben diesem reinen Bonekondensing auch Schraubenein Kompressionsgewinde aufweisen, was die Verdichtung des Knochens umdie Implantate herum provozieren soll.

Allein die Verdichtung des Knochens scheint mirkein zusätzlicher Grund zu sein, eine Abrechnungsposition zufordern. Dass das Bonekondensing den Leistungsinhalt der GOZ-Nr. 901erfüllt, ist nicht in Zweifel zu ziehen. DassBonekondensing-Maßnahmen zeitaufwendiger und schwieriger sind alsreine Fräsungen, ist ebenfalls unbestritten. Allerdingsenthält die Leistungsbeschreibung der GOZ-Nr. 901 keineZeitangabe, so dass wir nur über den Schwierigkeitsgrad und denZeitaufwand eine Erhöhung des Steigerungssatzes ableitenkönnen. Alternativ kann gegebenenfalls über § 2 Abs. 1und 2 GOZ eine Vereinbarung der Vergütungshöhe vorgenommenwerden.

Quelle: Privatliquidation aktuell - Ausgabe 09/2002, Seite 4

Quelle: Ausgabe 09 / 2002 | Seite 4 | ID 104743