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·Fachbeitrag ·Privatliquidation

Die Implantologie in der neuen GOZ: Gesamtüberblick und erste Abrechnungshinweise

| Im Bereich der Implantologie hat es umfassende Änderungen mit einer Reihe neuer Gebührenpositionen gegeben. Dieser Beitrag vermittelt Ihnen in einem ersten Gesamtüberblick alle Änderungen im Abschnitt K einschließlich einer Gegenüberstellung der jeweiligen Honorare GOZ alt/neu zum 1,0-fachen, 2,3-fachen und 3,5-fachen Steigerungsfaktor. Darüber hinaus erhalten Sie erste Abrechnungshinweise zu den jeweiligen Leistungen. Die in Fettdruck hervorgehobenen Passagen wurden in die GOZ 2012 neu integriert. In der kommenden Berichterstattung gehen wir anhand von Abrechnungsbeispielen detaillierter auf einzelne Maßnahmen ein. |

  • Allgemeine Bestimmungen
  • 1. Die primäre Wundversorgung (zum Beispiel Reinigen der Wunde, Wundverschluss ohne zusätzliche Lappenbildung, ggf. einschließlich Fixieren eines plastischen Wundverbandes) ist Bestandteil der Leistungen nach Abschnitt K und nicht gesondert berechnungsfähig.
  • 2. Die bei den Leistungen nach Abschnitt K verwendeten Implantate, Implantatteile und nur einmal verwendbare Implantatfräsen sind gesondert berechnungsfähig.
  • Knochenersatzmaterialien sowie Materialien zur Förderung der Blutgerinnung oder der Geweberegeneration (zum Beispiel Membranen), zur Fixierung von Membranen, zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder, wenn dies zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (zum Beispiel Nerven) erforderlich ist, atraumatisches Nahtmaterial oder nur einmal verwendbare Explantationsfräsen sind gesondert berechnungsfähig.

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)
GOZ 1988 Gebühr in Euro (Faktoren)

9000

Implantatbezogene Analyse und Vermessung des Alveolarfortsatzes, des Kieferkörpers und der angrenzenden knöchernen Strukturen sowie der Schleimhaut, einschließlich metrischer Auswertung von radiologischen Befundunterlagen, Modellen und Fotos zur Festlegung der Implantatposition, ggf. mit Hilfe einer individuellen Schablone zur Diagnostik, einschließlich Implantatauswahl, je Kiefer

884

49,72 (1,0)

114,35 (2,3)

174,01 (3,5)

30,37 (1,0)

69,85 (2,3)

106,30 (3,5)

Bei Verwendung einer Röntgenmessschablone sind die Material- und Laborkosten gesondert berechnungsfähig.

 

Kommentar: Der Umfang der implantatbezogenen Analyse wurde erweitert. Neben der bekannten Diagnostik ist nunmehr auch die Auswertung von radiologischen Befundunterlagen (zum Beispiel von Fremdaufnahmen), die implantologische Modellanalyse mit Bestimmung von Implantatachse und -ort sowie die Auswertung von Fotos Bestandteil dieser Ziffer und nicht mehr gesondert berechnungsfähig. Aufgrund der bekannten Erstattungsprobleme mit Röntgen- und Bohrschablonen wird nun klargestellt, dass es sich bei der hier genannten Schablone um eine Diagnostikschablone (Röntgenschablone) handelt.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9003

neu

Verwenden einer Orientierungsschablone/ Positionierungsschablone zur Implantation, je Kiefer

100

5,62 (1,0)

12,94 (2,3)

19,68 (3,5)

Bei Verwendung einer Orientierungsschablone sind die Material- und Laborkosten gesondert berechnungsfähig.

 

Kommentar: Bisher wurde das Anlegen einer Bohrschablone über die GOZ-Nr. 700 entsprechend § 6 Abs. 2 GOZ oder aber über die GOÄ-Nr. 2700 berechnet. Dies ist jetzt nicht mehr möglich, da durch Novellierung der GOZ die neue Ziffer 9003 installiert wurde. Allerdings beträgt das Honorar im 2,3-fachen Gebührensatz rund 13 Euro. Bei der bisherigen Berechnung über vorgenannte Ziffern wurde jedoch ein Honorar von rund 35 bis 45 Euro im 2,3-fachen Gebührensatz erzielt.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9005

neu

Verwenden einer auf dreidimensionalen Daten gestützten Navigationsschablone/chirurgischen Führungsschablone zur Implantation, ggf. einschließlich Fixierung, je Kiefer

300

16,87 (1,0)

38,81 (2,3)

59,05 (3,5)

Die verwendeten Fixierungselemente sowie die Material- und Laborkosten der Navigationsschablone sind gesondert berechnungsfähig.

 

Kommentar: Das Anlegen einer CAD/CAM-Bohrschablone erfolgte bis Ende 2011 meist nach der GOZ-Nr. 701 entsprechend § 6 Abs. 2 GOZ. Fürdiese Schablone wurde nun die GOZ-Nr. 9005 eingefügt, die jedoch bei einem 2,3-fachen Gebührensatz lediglich mit 40 Euro vergütet wird. Bei der bisherigen Berechnung wurde jedoch ein Honorar von rund 70 Euro im 2,3-fachen Gebührensatz erlangt.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9010

Implantatinsertion, je Implantat

1545

86,89 (1,0)

199,86 (2,3)

304,13 (3,5)

Präparieren einer Knochenkavität für ein enossales Implantat, Einsetzen einer Implantatschablone zur Überprüfung der Knochenkavität (z.B. Tiefenlehre), ggf. einschließlich Knochenkondensation, Knochenglättung im Bereich des Implantates, Einbringen eines enossalen Implantates, einschließlich Verschlussschraube und ggf. Einbringen von Aufbauelementen bei offener Einheilung sowie Wundverschluss

 

Kommentar: Die bisherigen GOZ-Nrn. 901, 902 und 903 sind nun in einer Gebührenziffer 9010 zusammengeführt, bei der die Punktzahl gegenüber der ehemaligen Ziffer erhöht wurde. Die Leistung umfasst jetzt ggf. auch ein Bone Kondensing (Knochenverdichtung), das bislang über eine Honorarvereinbarung oder den Ansatz einer Analogziffer berechnet wurde.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9020

neu

Insertion eines Implantats zum temporären Verbleib, auch orthodontisches Implantat

515

28,96 (1,0)

66,62 (2,3)

101,38 (3,5)

 

Kommentar: Damit die definitiven Implantate ungestört einheilen, werden insbesondere bei Prothesenträgern zusätzlich kleine kurze Implantate inseriert, die nur in der Einheilphase der eigentlichen Implantate einen Zahnersatz abstützen. Unter dieser Ziffer ist nun auch die Insertion eines KFO-Implantates installiert worden.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)
GOZ 1988 Gebühr in Euro (Faktoren)

9040

Freilegen eines Implantats, und Einfügen eines oder mehrerer Aufbauelemente (z.B. eines Gingivaformers) bei einem zweiphasigen Implantatsystem

626

35,21 (1,0)

80,98 (2,3)

123,23 (3,5)

18,00 (1,0)

41,39 (2,3)

62,99 (3,5)

 

Kommentar: Die Punktzahl der Freilegung wurde beinahe verdoppelt, die Leistungsbeschreibung konkreter gefasst. Die GOZ-Nr. 9050 kann nichtneben der Nr. 9040 berechnet werden.

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)
GOZ 1988 Gebühr in Euro (Faktoren)

9050

Entfernen und Wiedereinsetzen sowie Auswechseln eines oder mehrerer Aufbauelemente bei einem zweiphasigen Implantatsystem während der rekonstruktiven Phase

313

17,60 (1,0)

40,49 (2,3)

61,61 (3,5)

18,00 (1,0)

41,39 (2,3)

62,99 (3,5)

Die Leistung nach Nr. 9050 ist nicht neben den Leistungen nach den Nrn. 9010 und 9040 berechnungsfähig. Die Leistung nach Nr. 9050 ist je Implantat höchstens dreimal und nur höchstens einmal je Sitzung berechnungsfähig.

 

Kommentar: Die Leistungsbeschreibung der GOZ-Nr. 9050 wurde konkretisiert; diese Ziffer ist in der rekonstruktiven Phase maximal 3 x je Implantat im Behandlungsfall und maximal 1 x je Implantat und je Sitzung ansatzfähig. Eine Berechnung neben den GOZ-Nrn. 9010 und 9040 ist ausgeschlossen.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)
GOZ 1988 Gebühr in Euro (Faktoren)

9060

neu

Auswechseln von Aufbauelementen (Sekundärteile) im Reparaturfall

313

17,60 (1,0)

40,49 (2,3)

61,61 (3,5)

-

Die Leistung nach Nr. 9060 ist für ein Implantat höchstens einmal je Sitzung berechnungsfähig.

 

Kommentar: Im Reparaturfall kann die neue GOZ-Nr. 9060 berechnet werden - und zwar 1 x je Sitzung je Implantat.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9090

Knochengewinnung (zum Beispiel Knochenkollektor oder Knochenschaber), Knochenaufbereitung und -implantation, auch zur Weichteilunterfütterung

400

22,50 (1,0)

51,74 (2,3)

78,74 (3,5)

Die Kosten eines einmal verwendbaren Knochenkollektors oder -schabers sind gesondert berechnungsfähig.

 

Kommentar: Eine Augmentation nach der GOÄ-Nr. 2254 ist Zahnärzten im Rahmen der Implantologie nicht mehr möglich. Mit der GOZ-Nr. 9090 wurde eine Augmentation kleineren Umfangs ohne Lagerbildung in die GOZ aufgenommen.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9100

neu

Aufbau des Alveolarfortsatzes durch Augmentation ohne zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

2694

151,52 (1,0)

348,49 (2,3)

530,31 (3,5)

Mit der Leistung nach Nr. 9100 sind folgende Leistungen abgegolten: Lagerbildung, Glättung des Alveolarfortsatzes, ggf. Entnahme von Knochen innerhalb des Aufbaugebietes, Einbringung von Aufbaumaterial (Knochen und/oder Knochenersatzmaterial) und Wundverschluss mit vollständiger Schleimhautdeckung, ggf. einschließlich Einbringung und Fixierung resorbierbarer oder nicht resorbierbarer Barrieren.

  • 1. Die Leistung nach Nr. 9100 ist für die Glättung des Alveolarfortsatzes im Bereich des Implantatbettes nicht berechnungsfähig.
  • 2. Neben der Leistung nach Nr. 9100 sind die Leistungen nach der Nr. 9130 nicht berechnungsfähig.
  • 3. Wird die Leistung nach Nr. 9100 in derselben Kieferhälfte neben der Leistung nach Nr. 9110 erbracht, ist die Hälfte der Gebühr der Nr. 9100 berechnungsfähig.
  • 4. Wird die Leistung nach Nr. 9010 in derselben Kieferhälfte neben der Leistung nach Nr. 9120 erbracht, ist ein Drittel der Gebühr der Nr. 9100 berechnungsfähig.

 

Kommentar: Die GOZ-Nr. 9100 gilt sowohl für eine horizontale als auch für eine laterale Augmentation. In dieser Komplexziffer sind einige Einzelleistungen aus GOÄ und GOZ benannt.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9110

neu

Geschlossene Sinusbodenelevation vom Kieferkamm aus (interner Sinuslift)

1500

84,36 (1,0)

194,04 (2,3)

295,27 (3,5)

Mit einer Leistung nach Nr. 9110 sind folgende Leistungen abgegolten: Schaffung des Zugangs durch die Alveole oder das Implantatfach, Anhebung des Kieferhöhlenbodens durch knochenverdrängende oder knochenverdichtende Maßnahmen und der Kieferhöhlenmembran, Entnahme von Knochenspänen innerhalb des Aufbaugebietes des Implantatfaches und Einbringen von Aufbaumaterial (Knochen und/oder Knochenersatzmaterial)

Die Leistung nach Nr. 9110 ist für dieselbe Implantatkavität nicht neben den Leistungen nach den Nrn. 9120 und 9130 berechnungsfähig.

 

Kommentar: Bisher wurde der interne Sinuslift über eine gleichwertigeZiffer der GOÄ bzw. GOZ berechnet. Seit Januar 2012 ist diese Therapie nun über eine Komplexziffer ansatzfähig.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9120

neu

Sinusbodenelevation durch externe Knochenfensterung (externer Sinuslift), je Kieferhälfte

3000

168,73 (1,0)

388,07 (2,3)

590,54 (3,5)

Mit einer Leistung nach Nr. 9120 sind folgende Leistungen abgegolten: Schaffung des Zugangs zur Kieferhöhle durch Knochenfensterung (auch Knochendeckel), Präparation der Kieferhöhlenmembran, Anhebung des Kieferhöhlenbodens und der Kieferhöhlenmembran, Lagerbildung, ggf. Entnahme von Knochenspänen innerhalb des Aufbaugebietes, Einbringen von Aufbaumaterial (Knochen und/oder Knochenersatzmaterial), ggf. Einbringung resorbierbarer oder nicht resorbierbarer Barrieren - einschl. Fixierung -, ggf. Reposition des Knochendeckels, Verschluss der Kieferhöhle und Wundverschluss

 

Kommentar: Auch die Liquidation eines externen Sinuslifts setzte sich bisher aus unterschiedlichen Einzelleistungen aus GOÄ und/oder GOZ zusammen. Hier gilt es für jede Praxis einzeln zu prüfen, welche finanziellen Auswirkungen sich durch die neue Komplexziffer 9120 intern ergeben.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9130

neu

Spaltung und Spreizung von Knochensegmenten (Bone Splitting), ggf. mit Auffüllung der Spalträume mittels Knochen oder Knochenersatzmaterial, ggf. einschließlich zusätzlicher Osteosynthesemaßnahmen, ggf. einschließlich Einbringung resorbierbarer oder nicht resorbierbarer Barrieren und deren Fixierung, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich, oder vertikale Distraktion des Alveolarfortsatzes, einschließlich Fixierung, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

1540

86,61 (1,0)

199,21 (2,3)

303,14 (3,5)

Neben der Leistung nach Nr. 9130 ist die Leistung nach der Nr. 9100 nicht berechnungsfähig.

 

Kommentar: Sowohl das Bone Splitting als auch die Distraktion haben nun eine eigene Gebührenziffer erhalten, deren Honorierung mit dem Faktor 2,3 allerdings kaum einen Eingriff dieser Art in einer Praxis gestattet.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9140

neu

Intraorale Entnahme von Knochen außerhalb des Aufbaugebietes ggf. einschließlich Aufbereitung des Knochenmaterials und/oder der Aufnahmeregion einschließlich der notwendigen Versorgung der Entnahmestelle, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

650

36,56 (1,0)

84,08 (2,3)

127,95 (3,5)

Bei Entnahme von einem oder mehreren Knochenblöcken ist das Doppelte der Gebühr nach Nr. 9140 berechnungsfähig. Von einem Knochenblock im Sinne dieser Abrechnungsbestimmung ist auszugehen, wenn dieser bei der Implantation eigenständig fixiert werden muss.

 

Kommentar: Die freie Verpflanzung von Knochen nach der GOÄ-Nr. 2255 ist nun in der Nr. 9140 beschrieben. Werden ein oder mehrere Knochenblöcke verpflanzt, ist die Nr. 9140 zweifach berechenbar. Voraussetzung ist eine Fixation des Blocks am Kiefer.

 

9150

neu

Fixation und Stabilisierung des Augmentats durch Osteosynthesemaßnahmen (zum Beispiel Schrauben- oder Plattenosteosynthese oder Titannetz), zusätzlich zu der Leistung nach der Nummer 9100, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

675

37,96 (1,0)

87,32 (2,3)

132,87 (3,5)

 

Kommentar: Osteosynthesemaßnahmen finden sich in der GOÄ, allerdings sind diese nur bei einer Kieferfraktur berechenbar. Daher wurde eine neue Ziffer gestaltet, die jedoch nur in Zusammenhang mit einer Augmentation am Alveolarfortsatz nach Nr. 9100 berechenbar ist.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9160

neu

Entfernung unter der Schleimhaut liegender Materialien (zum Beispiel Barrieren - einschließlich Fixierung -, Osteosynthesematerial), je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

330

18,56 (1,0)

42,69 (2,3)

64,96 (3,5)

 

Kommentar: Die Entfernung der beispielhaft aufgezählten Materialien erfolgt jetzt nicht mehr nach der GOÄ-Nr. 2009, sondern nach der GOZ-Nr. 9160, wenn die Materialien unter der Schleimhaut liegen und entfernt werden müssen.

 

Nr.
Leistung
Punktzahl
GOZ 2012 Gebühr in Euro (Faktoren)

9170

neu

Entfernung im Knochen liegender Materialien durch Osteotomie (z.B. Osteosynthesematerial, Knochenschrauben) oder Entfernung eines subperiostalen Gerüstimplantats, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

500

28,12 (1,0)

64,98 (2,3)

98,42 (3,5)

 

Kommentar: Die Entfernung von Materialien im, um oder am Knochen mittels Osteotomie wird über die GOZ-Nr. 9170 honoriert. Die Entfernung tiefliegender Fremdkörper nach der GOÄ-Nr. 2010 ist dafür nicht mehr berechenbar.

OP-Zuschläge in der Implantologie

In dem neuen Abschnitt „L. Zuschläge zu bestimmten zahnärztlich-chirurgischen Leistungen“ sind unter Punkt 3 zahlreiche implantologische Ziffern erfasst, die ab 2012 einen OP-Zuschlag erhalten. Es wurden - entsprechend den OP-Zuschlägen in der GOÄ - vier neue Gebührenziffern aufgenommen, die unterschiedliche Punktzahlen und somit im 1,0-fachen Gebührensatz auch verschiedene Euro-Beträge ergeben. Es handelt sich um die Nrn. 0500, 0510, 0520 (dieser Zuschlag gehört zu keiner implantologischen Position) und 0530. Die OP-Zuschläge aus GOÄ und/oder GOZ sind je Behandlungstag nur einmal und nur mit dem einfachen Gebührensatz berechnungsfähig. Derjeweilige OP-Zuschlag muss bei Rechnungslegung unterhalb der zuschlagsberechtigten Ziffer abgebildet werden.

 

  • OP-Zuschläge und zugehörige Ziffern aus Abschnitt K in der Übersicht
Nr. 0500
400 Punkte / 22,50 Euro (1,0-fach)
Nr. 0510
750 Punkte / 42,18 Euro (1,0-fach)
Nr. 0530
2200 Punkte / 123,73 Euro (1,0-fach)

9090

9020

9010

9160

9140

9100

9150

9110

9170

9120

9130

 

Quelle: Ausgabe 01 / 2012 | Seite 10 | ID 30907400