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Gesundheitsreform
Festzuschüsse: Wie geht es weiter?
Der Zahnersatz wird auch nach dem 1. Januar 2005 eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Laut Gesetzentwurf der Regierungskoalition sollen GKV-Versicherte ab dem 1. Juli 2005 einen um 0,9 Prozent erhöhten Beitragssatz zahlen und damit ab diesem Zeitpunkt den Zahnersatz sowie das Krankengeld allein finanzieren. Dies wurde am 1. Oktober vom Bundestag verabschiedet.
Dennoch soll an der Einführung der Festzuschüsse festgehalten werden. Die Höhe der Festzuschüsse wird bei Erscheinen dieser Ausgabe wohl bereits entschieden sein. Allerdings sind noch viele Detailfragen zu klären:
Fällt mit der Einführung der Festzuschüsse zum 1. Januar auch das Budget für Zahnersatz? Dem Vernehmen nach soll dies der Fall sein. In diesem Fall werden aber auch die jetzt genehmigten Heil- und Kostenpläne wohl nur bis zum 31. Dezember gelten, das heißt der Zahnersatz muss bis zu diesem Zeitpunkt eingegliedert sein. Dies jedenfalls fordern die Krankenkassen. Unklar ist auch, ob auf den Heil- und Kostenplänen ab dem nächsten Jahr neben der Regelversorgung zusätzlich die möglichen Alternativ-Versorgungen enthalten sein müssen.
Fakt ist, dass ab dem nächsten Jahr die Beratung der Patienten für Sie als Zahnarzt wesentlich aufwändiger wird, denn:
  • Sie sollten sich mit allen Modalitäten der Erstattung vertraut machen. Der Patient möchte wissen, was er für die verschiedenen Alternativen einer geplanten prothetischen Versorgung bezahlen muss. Außerdem sollten Sie sich damit auskennen, was der Patient bei einer Versorgung erhält, die teilweise oder ganz aus außervertraglichen Leistungen besteht.
  • Sie sollten den Unterschied zwischen der Regelversorgung und der davon abweichenden Versorgung kennen.
  • Vermehrt werden Sie sich mit der Prothetik-Abrechnung nach GOZ auseinandersetzen müssen, weil bei Versorgungen, die von den Regelversorgungen abweichen oder über sie hinausgehen, die GOZ heranzuziehen ist.
  • Grundsätzlich stehen mehr behandlerische Alternativen als bisher zur Verfügung und der Patient erhält auch für Versorgungen einen Zuschuss, die er bislang aus eigener Tasche bezahlen musste (zum Beispiel Implantat-Suprakonstruktionen).
    Alles in allem müssen Sie weit mehr Fakten als bisher parat haben. Während Sie bisher nur die Gesamtkosten überschlagen und daraus eine prozentuale Erstattung errechnen mussten, ist es in Zukunft erforderlich, für jeden Befund Regelversorgung und Festzuschuss zu kennen. Selbstverständlich werden wir Sie durch unsere Berichterstattung und die Entwicklung entsprechender Arbeitshilfen unterstützen.
    Quelle: Privatliquidation aktuell - Ausgabe 10/2004, Seite 1
    Quelle: Ausgabe 10 / 2004 | Seite 1 | ID 104977