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Mehrkostenberechnung bei GKV-Patienten für DIR-Schienen oder FAL/FTL-Leistungen möglich?

| FRAGE : „Wir haben beim GKV-Patienten eine funktionstherapeutische Schienentherapie nach dem DIR-Prinzip durchgeführt. Wie können wir das abrechnen? Eine normale Knirscherschiene kostet etwa 300 Euro, die funktionstherapeutische Schienentherapie nach dem DIR-Prinzip kostet insgesamt 1.200 Euro. Können wir die anteiligen Mehrkosten von 900 Euro in Rechnung stellen bzw. eine Mehrkostenvereinbarung ähnlich wie bei Füllungen (GOZ minus BEMA) abschließen?“ |

 

ANTWORT : Die Behandlung nach dem DIR-System ist eine Privatleistung. Eine Mehrkostenberechnung wie bei den Füllungen (GOZ minus BEMA) ist nicht möglich bzw. zulässig. Die Möglichkeiten der Mehrkostenberechnung sind in § 28 Abs. 2 SGB V geregelt. Hier heißt es: „Ebenso gehören funktionsanalytische und -therapeutische Maßnahmen nicht zur zahnärztlichen Behandlung; sie dürfen von den Krankenkassen auch nicht bezuschusst werden.“ In diesem Fall gelten die §§ 4 Abs. 5 BMV-Z und 7 Abs. 7 EKV-Z. Eine Vereinbarung der Privatbehandlung ist vor Behandlungsbeginn zu treffen.

Quelle: Ausgabe 03 / 2016 | Seite 18 | ID 43890008