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  • ·Implantologie

    Abrechnungstipp zur Gewinnung von Knochenersatzmaterial aus extrahierten Zähnen

    Bild:©Garo - stock.adobe.com

    von Angelika Schreiber, Hockenheim

    | Beim Knochenaufbau gelten autologe Knochenersatzmaterialien als Goldstandard: Abwehrreaktionen und Krankheitsübertragung spielen hier praktisch keine Rolle. Allerdings stehen sie in ihrer Menge nur begrenzt zur Verfügung und erfordern stets einen operativen Eingriff zur Gewinnung. Mit dem Smart Dentin Grinder kann Knochenersatzmaterial nun aus natürlichem Zahnmaterial gewonnen werden. Der folgende Beitrag beschreibt das Verfahren und gibt eine Abrechnungsempfehlung. |

     

    Durchführung und Vorteile des Smart-Grinder-Verfahrens

    Direkt im Anschluss an die möglichst schonende Extraktion wird der entfernte Zahn von Weichgewebe (ggf. auch von Füllungen und/oder Wurzelfüllmaterialien) befreit. Es folgt die Zerkleinerung im Smart-Dentin-Grinder-Gerät. Das so entstandene Granulat wird nun gereinigt (Natronlauge in 20 % Ethanol gemischt) und in gepufferte Salzlösung eingelegt. Nach wenigen Minuten kann die Salzlösung entfernt und das Zahnfach mit dem Granulat aufgefüllt werden. Verbleibendes Granulat erhält i. d. R. der Patient, ggf. zur späteren Verwendung. Das Granulat wird nicht sterilisiert, damit seine Wachstumsfaktoren erhalten bleiben. Da es sich um ein autologes Material handelt, besteht praktisch kein immunologisches Infektionsrisiko. Etwa zwei Monate nach dem Eingriff (aber auch später noch) kann ein Implantat inseriert werden.

     

    Ein gesonderter chirurgischer Eingriff zur Materialgewinnung entfällt. Da das Granulat körpereigenes Material ist, genießt es hohe Patientenakzeptanz. Das Verfahren ist relativ einfach und kostengünstig.