· Fachbeitrag · Elektromobilität
Bidirektionales Laden: Die aktuellen steuerlichen Spielregeln und der Klarstellungsbedarf
von Dipl.-Finanzwirt Marvin Gummels, Hage
Bidirektionales Laden wandelt Elektrofahrzeuge in mobile Stromspeicher. Diese können gespeicherte Energie an Gebäude oder in das öffentliche Stromnetz abgeben. Technisch eröffnet dies zahlreiche neue Einsatzmöglichkeiten. Steuerlich wirft dies jedoch eine Vielzahl von Fragen auf, die bislang ungeklärt sind. LGP zeigt anhand der bestehenden lohn- und ertragsteuerlichen Regelungen, welche steuerlichen Folgen sich bereits nach geltendem Recht ableiten lassen, welche Zweifelsfragen bestehen und an welchen Stellen gesetzgeberischer Klarstellungsbedarf besteht.
Bidirektionales Laden: Funktionsweise und Anwendungsfälle
Beim bidirektionalen Laden dient die Batterie des Elektrofahrzeugs nicht mehr ausschließlich als Energiespeicher für den Fahrbetrieb, sondern kann den gespeicherten Strom bei Bedarf auch wieder abgeben. Das Fahrzeug wird damit zu einem mobilen Stromspeicher. Je nach Einsatzzweck werden verschiedene Formen unterschieden:
- Vehicle-to-Home (V2H): Der im Fahrzeug gespeicherte Strom wird zur Versorgung des privaten Haushalts genutzt. Dadurch kann bspw. in den Abendstunden auf den tagsüber im Fahrzeug gespeicherten Strom zurückgegriffen werden, anstatt Strom aus dem Netz zu beziehen.
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