06.09.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Herstellungskosten/Erhaltungsaufwand
Ein Mietshaus mit mehreren Parteien stellt in der Regel ein einheitliches Wirtschaftsgut dar. Ein durch bauliche Verbindung zum Ausdruck kommender einheitlicher Nutzungs- und Funktionszusammenhang eines Gesamtgebäudes entfällt laut BFH allerdings dann, wenn ein Gebäudeteil einem deutlich kürzeren wirtschaftlichen Verbrauch als die übrigen Gebäudeteile unterliegt (BFH 7.12.10, IX R 14/10, n.v.).
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06.09.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Umsatzsteuer
Städte und Gemeinden verwalten öffentliche Straßen und Plätze in Ausübung hoheitlicher Gewalt, sodass ihnen aus den Investitionsmaßnahmen grundsätzlich kein Vorsteuerabzug möglich ist. Streitig war bislang, ob zumindest ein anteiliger Vorsteuerabzug möglich ist, wenn der öffentliche Straßenraum von der Gemeinde zeitweise auch zu steuerpflichtigen Umsätzen genutzt wird. Dies hat der BFH nun bejaht (BFH 3.3.11, V R 23/10).
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06.09.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Verlustabzug
Das FG Münster hat erhebliche Zweifel, ob die sog. Sanierungsklausel des § 8c Abs. 1a KStG tatsächlich - wie von der Europäischen Kommission festgestellt - als unzulässige Beihilfe anzusehen ist. Im Streitfall hat das FG daher die Vollziehung von Steuerbescheiden ausgesetzt, in denen das FA unter Hinweis auf § 8c Abs. 1 KStG Verluste nicht mehr berücksichtigt hatte, obwohl unstreitig die Voraussetzungen der Sanierungsklausel erfüllt waren (FG Münster 1.8.11, 9 V 357/11 K, G, Abruf-Nr.
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06.09.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Wesentliche Beteiligungen
Die ringweise Veräußerung von wesentlichen Beteiligungen an Kapitalgesellschaften zur Verlustrealisierung ist nicht deshalb rechtsmissbräuchlich, weil die Veräußerung jeweils an einen Mitgesellschafter erfolgt und die Gesellschafter nach der Transaktion jeweils in gleicher Höhe wie zuvor beteiligt sind (BFH 7.12.10, IX R 40/09, Abruf-Nr. 110831).
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01.09.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Vermögensnachfolge
Der Übergang von Anteilen an Kapitalgesellschaften im Rahmen der Vermögensnachfolge wird durch verschiedene „Verschonungsmaßnahmen“ wie Verschonungsabschlag, Abzugsbetrag und Entlastungsbetrag begünstigt. Voraussetzung ist jedoch unter anderem, dass eine Mindestbeteiligungsquote erreicht wird. Dies galt auch schon vor Inkrafttreten der Erbschaftsteuerreform. Nach neuem Recht führt aber auch eine Poolvereinbarung dazu, dass die Begünstigungen gewährt werden.
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01.09.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Betriebsaufspaltung
Die Übertragung von GmbH-Anteilen gegen wiederkehrende Leistungen gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1a S. 2 Buchst. c EStG berechtigt den Vermögensempfänger zum Sonderausgabenabzug und verpflichtet den Vermögensgeber zur Versteuerung der wiederkehrenden Leistungen. Vorsicht ist aber in Betriebsaufspaltungsfällen geboten. Hier kann zwar eine begünstigte Übertragung nach § 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG erreicht werden. In aller Regel wird dadurch aber die Betriebsaufspaltung beendet, was die zwingende ...
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26.08.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Arbeitgeber
Arbeitgeberleistungen zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern der Arbeitnehmer in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen sind steuerfrei, wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden (§ 3 Nr. 33 EStG). Auch in anderen Fällen sind zusätzliche Lohnzahlungen steuerfrei – z.B. Arbeitgeberleistungen zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge oder können vom Arbeitgeber pauschal versteuert werden. Die Finanzverwaltung hat hierzu ihre ...
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26.08.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Gesellschafter-Geschäftsführer
Gehaltsstrukturuntersuchungen sind beim Streit mit der Finanzverwaltung um die steuerliche Angemessenheit der Gehälter von Gesellschafter-Geschäftsführern (GGf) die wichtigste „Waffe“, um verdeckte Gewinnausschüttungen zu verhindern. In diesem Beitrag wird erläutert, wie Gehaltsstrukturuntersuchungen in der Praxis und bei Gericht richtig verwendet werden und welche Besonderheiten bei Mehrfachgeschäftsführern und Geschäftsführergremien bei der Angemessenheitsprüfung zu beachten ...
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03.08.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Zuständigkeitswechsel
Seit über zwei Jahren ist nun der VI. Senat des BFH für Revisionsverfahren im Bereich der außergewöhnlichen Belastungen (agB) zuständig. Gerade im Bereich der Unterhaltszahlungen und bei behinderungsbedingten Aufwendungen hat sich viel getan. Aktuell hat der BFH sogar entschieden, dass Kosten eines Zivilprozesses als agB berücksichtigt werden können.
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03.08.2011 · Fachbeitrag aus GStB · Personengesellschaften
Egal ob es sich um eine GbR, eine OHG oder eine KG handelt, eines trifft auf all diese Rechtsformen zu: Die vom Gesetzgeber vorgesehenen Regelungen - beispielsweise zur Geschäftsführung, Haftung oder zur Gewinnverteilung - führen meist zu nicht sachgerechten Ergebnissen. Um den Bedürfnissen der Gesellschafter gerecht zu werden, müssen individuelle gesellschaftsvertragliche Regelungen her. Hier besteht jede Menge Gestaltungsspielraum, den man nutzen sollte.
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