· Fachbeitrag · Betriebsveräußerung
Steuerfreie Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH ohne UmwStG
von Dipl.-Finw. Paul Tonn, Bad Zwischenahn
Der steuerfreie Übergang eines Einzelunternehmens auf eine GmbH kann auch ohne umwandlungssteuerrechtlichen Vorgang erreicht werden. Hierdurch können die siebenjährige Sperrfrist des § 22 Abs. 1 UmwStG und jährlich anfallende Nachweispflichten vermieden werden. Der Beitrag zeigt, wie dies in mehreren Schritten erreicht werden kann.
1. Ausgangspunkt
Sobald gewisse Spektren des Gewinns erreicht sind und die steuerlichen Vorteile die Mehrkosten überwiegen, folgt oft die Einbringung eines Einzelunternehmens in eine GmbH gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten. Dies ist steuerlich reizvoll wegen der möglichen Inanspruchnahme des Buchwertprivilegs nach § 20 Abs. 2 S. 2, 3 UmwStG, wodurch die Aufdeckung stiller Reserven vermieden werden kann.
Beachten Sie — Im selben Zuge bringt diese Gestaltungsoption jedoch jährliche Nachweispflichten mit sich und löst die siebenjährige Sperrfrist des § 22 Abs. 1 UmwStG aus. Es gibt allerdings eine Möglichkeit, den umwandlungssteuerrechtlichen Vorgang zu vermeiden. Im Folgenden werden die hierfür bedeutsamen Überlegungen chronologisch erläutert.
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