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  • 19.09.2008 · Erledigtes Verfahren · BewG § 146 Abs 7 · II R 71/05

    Bedarfsbewertung, Grundstück, Pacht, Wertminderung, Persönliche Verhältnisse

    Letzte Änderung: 19. September 2008, 14:07 Uhr, Aufgenommen: 16. März 2007, 12:14 Uhr

    Bedarfsbewertung eines langfristig verpachteten bebauten Grundstücks.

    Ist bei der Wertermittlung für ein bebautes Grundstück der langfristige und ungünstige, mit belastenden Auflagen versehene Pachtvertrag wertmindernd zu berücksichtigen, so dass der Bedarfswert auch mit 0,-- Euro anzusetzen ist, wenn dies der Sachverständige überzeugend darlegt. Dabei ist vom Sachverständigen als Wertminderung für das Grundstück der kapitalisierte Betrag zwischen angemessener und vereinbarter Pacht für die Restlaufzeit des Pachtvertrages angesetzt und vom Bodenwert abgezogen worden. Verstößt dies gegen § 9 Abs. 2 Satz 3 BewG, wonach persönliche oder ungewöhnliche Verhältnisse nicht zu berücksichtigen sind (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 8. Oktober 2003 II R 27/02, BStBl. II 2004 S. 179).

    Gericht: Bundesfinanzhof

    Aktenzeichen: II R 71/05

    Vorinstanz: Hessisches Finanzgericht 6.9.2005 3 K 1340/02 EFG 2006, 167

    Normen: BewG § 146 Abs 7, BewG § 138 Abs 3, BewG § 9 Abs 2, BauGB § 194, WertV § 19 S 1

    Erledigt durch: Urteil vom 11.06.2008, durcherkannt.

    Rechtsmittelführer: Verwaltung