23.04.2026 · Anhängiges Verfahren · UStG § 17 Abs 2 Nr 1 S 2 · V R 38/25
Vorsteuerabzug, Vorsteuerberichtigung, Insolvenzforderung, Quotenzahlung, Schätzung
Letzte Änderung: 23. April 2026, 10:41 Uhr, Aufgenommen: 23. April 2026, 08:41 Uhr
Zum nachträglichen Vorsteuerabzug für geleistete Quotenzahlungen auf Insolvenzforderungen
Erfordert ein Anspruch auf eine erneute Berichtigung (hier: im Sinne einer "zweiten" Vorsteuerberichtigung) nach § 17 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 i.V.m. Abs. 1 Satz 2 UStG einen Zurechnungszusammenhang dergestalt, dass die nachträglich vereinnahmte Entgeltforderung einer bestimmten, ursprünglich uneinbringlich gewordenen Forderung zugeordnet werden kann? Scheidet eine zweite Vorsteuerberichtigung folglich denklogisch aus, wenn der ersten (Vorsteuer-)Berichtigung eine Schätzung der Finanzbehörde zugrunde lag?
Gericht: Bundesfinanzhof
Aktenzeichen: V R 38/25
Vorinstanz: Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern 25.07.2025 1 K 326/21
Normen: UStG § 17 Abs 2 Nr 1 S 2, UStG § 17 Abs 1 S 2, EGRL 112/2006 Art 90 Abs 1, InsO § 178 Abs 3
Rechtsmittelführer: Steuerpflichtiger