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·Fachbeitrag ·Der GOÄ-Spiegel

Röntgen: Mehrfachberechnung bei Skelett-Aufnahmen (Nrn. 5020, 5021, 5030, 5031)

| Bei Skelett-Aufnahmen nach den Nrn. 5020, 5021, 5030 und 5031 wird von einigen Kostenträgern der Versuch unternommen, diese Leistungen als nur einmal je Sitzung berechenbar anzuerkennen. So wird z. B. behauptet, bei Aufnahmen beider Kniegelenke sei nur einmal die Nr. 5030 und nur einmal die Nr. 5031 berechenbar. Diese Auffassung ist grob falsch. |

 

Die Leistungen sind nicht in der allgemeinen Bestimmung Nr. 6 vor Abschnitt O (nur einmalige Berechenbarkeit) angeführt. Auch die Leistungslegenden sprechen nicht gegen eine Mehrfachberechnung: „Oberarm, Unterarm, Ellenbogengelenk, Oberschenkel, Unterschenkel, Kniegelenk, ganze Hand oder ganzer Fuß, Gelenke der Schulter, Schlüsselbein, Beckenteilaufnahme, Kreuzbein oder Hüftgelenk - 5030 - jeweils in zwei Ebenen“. Die der Nr. 5030 voranstehende Aufzählung ist weder beispielhaft noch sind die verschiedenen Untersuchungen mit „und/oder“ verbunden. Schließlich steht dort noch „jeweils“! Nr. 5030 ist somit für jede dieser Untersuchungen eigenständig und ggf. auch mehrfach berechenbar, bei Aufnahmen beider Kniegelenke also zweimal.

 

Zu beachten ist allerdings die Anmerkung: Es muss sich um jeweils eigenständige Aufnahmen handeln (nicht z. B. eine gemeinsame Darstellung von Oberschenkel und Kniegelenk). Gleichzeitig weist die Anmerkung im Umkehrschluss wieder auf die Mehrfachberechenbarkeit hin („mittels einer (!) Röntgenaufnahme nur einmal“). Nr. 5031 heißt wieder „jeweils“. Bei Mehrfachberechnung der Nr. 5030 ist somit auch Nr. 5031 mehrfach berechenbar. Weil „Ebene(n)“ im Plural steht, allerdings bezogen auf den jeweiligen Ansatz der Nr. 5030 nur einmal. Gleiches wie hier zu Nrn. 5030 und 5031 dargestellt gilt für die systematisch gleich gefassten Nrn. 5020 und 5021 GOÄ.

Quelle: Ausgabe 09 / 2016 | Seite 18 | ID 44236012