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  • ·Fachbeitrag ·Klimaschutz

    „Nachhaltigkeit in der Anästhesie kann Kosten für Narkosemittel sparen!“

    | Der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) gründeten im März 2021 gemeinsam das Forum Nachhaltigkeit in der Anästhesiologie. Prof. Dr. med. Martin Schuster, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie der Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal, hat seitens des BDA den Vorsitz. Ursula Katthöfer (textwiese.com) fragte ihn, wie Anästhesisten umwelt- und klimafreundlicher handeln können als bisher. |

     

    Frage: Herr Professor Schuster, Desfluran hat von allen volatilen Anästhetika mit Abstand den größten klimaschädigenden Effekt. Hat sich in der Anästhesiologie dazu bereits ein Problembewusstsein entwickelt?

     

    Antwort: Sagen wir mal so: Es gibt Luft nach oben. Vielen ist bekannt, dass die Treibhauswirkung von Desfluran die von CO2 um das 2.540-Fache übersteigt ‒ bei Sevofluran ist es das 130-Fache. Aber die Konsequenzen werden ‒ aus verschiedenen Gründen ‒ noch nicht immer daraus gezogen. Allein die Wahl der volatilen Anästhetika hat also schon einen gewaltigen Effekt auf den CO2-Fußabdruck der Narkose.