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01.12.2009 |Qualitätssicherung

Neue Leistungsbereiche in der externen Qualitätssicherung

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Bereiche festgelegt, in denen in 2010 QS-Maßnahmen durchgeführt werden. Neben bekannten Projekten werden zwei neue Erfassungsbereiche eingeführt: 

Neonatologie

In der Kinderheilkunde wurde bereits bisher in allen Bundesländern eine Qualitätssicherung durchgeführt, die allerdings in der Verantwortung des einzelnen Landes lag und nicht auf Bundesvorgaben basierte. Der bestehende Datensatz wurde nur wenig verändert und in das bestehende Dokumentationssystem eingepasst. Es wird nun in den betroffenen Kliniken erforderlich werden, das Neonatalmodul in das bestehende Krankenhaus-System einzupassen. Fast alle Software-Hersteller haben bereits Updates ihrer Produkte bereitgestellt. 

 

In Zukunft werden nun für die Kinderheilkunde alle Regeln gelten, die in den anderen Bundesverfahren angewandt werden. Es besteht eine Dokumentationspflicht. Wenn eine Klinik weniger als 80 Prozent aller zu dokumentierenden Datensätze abliefert, können für jeden fehlenden Datensatz 150 Euro vom Budget abgezogen werden. 

 

Als Gründe für die Einführung nennt der GBA eine erforderliche Aktualisierung des Datensatzes und die geplante Zusammenführung von Neonatal- und geburtshilflichen Daten. Die longitudinale Beobachtung des gesamten Behandlungsablaufs von der Geburtshilfe bis in die Kinderklinik kann im Rahmen der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung gute Dienste leisten. Mit entsprechenden Erweiterungen ließe sich so der gesamte Ablauf von der Schwangerenvorsorge bis zur ambulanten kinderärztlichen Versorgung darstellen.  

Implantierbare Defibrillatoren

Dieses Modul soll wohl vorwiegend aus Kostengründen in die Beobachtung genommen werden. Zwar beschreibt der GBA auch hier Risiken für Patienten, denen entgegengewirkt werden müsse, die sorgfältige Indikationsstellung scheint aber wichtiger. In der Begründung werden Erfahrungen aus den USA aufgeführt, wo eine erhebliche Steigerung der Fallzahlen aufgrund der demografischen Entwicklung und einer Ausweitung von Indikationskriterien erwartet wird. Bei Kosten zwischen 15.000 und 35.000 Euro pro Gerät möchte man in Deutschland durch eine Überprüfung der Eingriffsindikationen wohl ähnliche Entwicklungen frühzeitig stoppen. Die Einführung des neuen Moduls wird in den Kliniken wenig Aufwand bedeuten, da sie meist seit Jahren Daten in den Herzschrittmacher-Modulen erfassen. 

 

Quelle: Ausgabe 12 / 2009 | Seite 1 | ID 131887