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01.12.2005 | 28. Deutscher Krankenhaustag

Was gab es Neues auf dem Deutschen Krankenhaustag?

Bereits auf dem 28. Deutschen Krankenhaustag wurde darüber berichtet und auch der Bundesrat hat es nun verabschiedet: Die Übergangsregelung bei der Anerkennung von Bereitschaftsdienst als Arbeitszeit wird um ein Jahr verlängert. Zwar wollten die Bayern gar eine Verlängerung der Übergangsregelung um zwei Jahre beantragen, aber das setzte sich dann doch nicht durch. 

 

Große Herausforderungen stehen bevor

Ansonsten stand der 28. Deutsche Krankenhaustag ganz im Zeichen der Umstrukturierungsprozesse im deutschen Klinikwesen und damit unter dem Leitthema „Krankenhaus 2006 – Schließung oder Zukunft?“. Mehr als 1.500 Teilnehmer informierten sich über Perspektiven für die Kliniken im Spannungsfeld einer diagnose-orientierten Abrechnung, eines immer schärferen Wettbewerbs sowie dem Verlangen nach einer bestmöglichen Behandlungsqualität. 

 

Dass die Krankenhäuser zu den leistungsstärksten Wachstumsbereichen des deutschen Gesundheitswesens zählen, unterstrich Kongress-Präsident Wolfgang Pföhler noch einmal deutlich: „Bei einem Umsatzvolumen von rund 65 Milliarden Euro sind die 2.157 Krankenhäuser mit über einer Million Beschäftigten ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor.” 

 

Alle Referenten auf dem Deutschen Krankenhaustag waren sich dabei einig, dass die Krankenhäuser in Deutschland in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen stehen: Die chronische Unterfinanzierung laste auf den Budgets der Krankenhäuser, der Wettbewerb um die beste Qualität nehme zu, die Scharfschaltung des diagnose-orientierten Fallpauschalensystems (DRGs) löse eine betriebswirtschaftliche Revolution aus. 

 

Aktuelle Fakten und Zahlen über den Krankenhaussektor

Die 2.157 Krankenhäuser in Deutschland behandeln jährlich durchschnittlich 17 Mio. Patienten stationär. Parallel dazu erfolgt ein beträchtlicher Abbau von Kapazitäten: Seit Anfang der 90er Jahre wurden knapp 160.000 und damit über 20 Prozent aller Krankenhausbetten abgebaut. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Verweildauer stark abgesunken: Betrug sie im Jahre 1990 noch 15,3 Tage, so werden die Patienten heute schon nach durchschnittlich 8,7 Tagen entlassen. 

Ausblick: Der 29. Deutsche Krankenhaustag findet vom 15. bis 18. November 2006 in Düsseldorf im Rahmen der MEDICA statt. 

Quelle: Ausgabe 12 / 2005 | Seite 7 | ID 86474