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  • ·Fachbeitrag ·Unternehmen in der Krise

    Ratingoptimierung mittels Hebung stiller Reserven im Rahmen einer Ausgliederung

    von Dipl.-Finw. Christof Maurer, Mutlangen

    | Unternehmen stehen in der Praxis häufig vor dem Problem, dass aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten eine bilanzielle Überschuldung droht. Die daraus resultierenden Außenwirkungen auf das Rating sowie Lieferanten- und Zahlungskonditionen bereiten dann zusätzliche Sorgen. Und das, obwohl oftmals stille Reserven im Unternehmen vorhanden sind. Nachfolgend wird eine Lösungsmöglichkeit dargestellt, indem das Unternehmensvermögen auf ein zwar neues, nach außen hin weitestgehend als identisch wahrgenommenes Unternehmen, ausgegliedert wird. |

    1. Der Ausgangsfall

    Die U-GmbH hat ein Stammkapital von 25.000 EUR, das voll einbezahlt ist und von dem Gesellschafter Maier zu 100 % gehalten wird. Die U-GmbH unterhält zwei Geschäftszweige, wobei Geschäftszweig A einen positiven Beitrag leistet und Geschäftszweig B weitere künftige Verluste erwarten lässt. Aufgrund dessen beschließt die U-GmbH im Wirtschaftsjahr 2015 den Geschäftszweig B einzustellen, wodurch einmalig sehr hohe Restrukturierungskosten entstehen. Diese Kosten übersteigen den positiven Ergebnisbeitrag des Geschäftszweigs A und führen für das Wirtschaftsjahr 2015 zu einem vorläufigen Verlust in Höhe von 1 Mio. EUR. Die U-GmbH betreibt ihren Geschäftsbetrieb auf einem in ihrem Eigentum befindlichen Betriebsgrundstück, welches laut aktuellem Wertgutachten einen Verkehrswert von 6,5 Mio. EUR hat. Per 31.12.15 beläuft sich der Buchwert des Grundstückes auf 4 Mio. EUR. Die U-GmbH verfügt per 31.12.14 über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von jeweils 200.000 EUR für die Körperschaft- und Gewerbesteuer. Die sich zum Bilanzstichtag 2015 ergebende vorläufige einheitliche Handels- und Steuerbilanz zeigt aufgrund der genannten Restrukturierungsmaßnahmen folgendes Bild:

     

    Vorläufige Bilanz der U-GmbH per 31.12.15

    Immaterielle Wirtschaftsgüter

    15.000

    Gezeichnetes Kapital

    25.000

    Grundstücke und Gebäude

    4.000.000

    Kapitalrücklage

    250.000

    Technische Anlagen und Maschinen

    150.000

    Ergebnisvortrag

    -200.000

    Betriebs- und Geschäftsausstattung

    25.000

    Vorläufiger Jahresfehlbetrag

    -1.000.000

    Nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag

    925.000

    Eigenkapital

    0

    Vorräte

    650.000

    Bankverbindlichkeiten

    5.387.000

    Forderungen aus L. u. L.

    385.000

    Verbindlichkeiten aus L. u. L.

    850.000

    Sonstige Vermögensgegenstände

    75.000

    Sonstige Verbindlichkeiten

    35.000

    Liquide Mittel

    47.000

    Nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag

    925.000

                        

    6.272.000

    6.272.000