· Fachbeitrag · Wirtschaftsforschung
Immer mehr Unternehmensinsolvenzen: So frisst sich die Wirtschaftskrise in die Bilanzen
von Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung
Angesichts der anhaltenden Wirtschaftsschwäche war es zu erwarten: Der seit mehreren Jahren anhaltende Anstieg der Unternehmensinsolvenzen setzt sich auch 2026 fort. Zudem steigt der Anteil der Betriebe, die ihre Zinszahlungen nicht mehr ausreichend aus dem operativen Ergebnis decken können. Für die Verbraucher ist die Lage nicht besser, denn auch die Zahl der Privatinsolvenzen nimmt zu.
1. Entwicklung der Insolvenzen in Deutschland (1. Halbjahr)
Nach zwei Jahren Rezession und einem Jahr Stagnation kommt die deutsche Wirtschaft auch im vierten Krisenjahr in Folge kaum voran. Die Folgen des Nahost-Konflikts und der mehrere Wochen dauernden Blockade der Straße von Hormus beeinträchtigen sie weiterhin erheblich. Insbesondere der dadurch bedingte starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise belastet Unternehmen und Verbraucher. Infolgedessen ist für 2026 allenfalls noch mit einem geringen Wachstum zu rechnen. So schraubte etwa das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Mai seine Wachstumsprognose für 2026 auf nur noch 0,4 % herunter (iww.de/s16013).
Dabei sind viele Unternehmen schon jetzt geschwächt und geraten in ernsthafte Bedrängnis. Bereits 2023 stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland deutlich an. 2024 und 2025 setzte sich der Trend unvermindert fort (vgl. iww.de/s16001). Und spätestens mit dem Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten wurde klar, dass es auch 2026 so weitergehen könnte.
Möchten Sie diesen Fachbeitrag lesen?
Kostenloses BBP Probeabo
0,00 €*
- Zugriff auf die neuesten Fachbeiträge und das komplette Archiv
- Viele Arbeitshilfen, Checklisten und Sonderausgaben als Download
- Nach dem Test jederzeit zum Monatsende kündbar
* Danach ab 23,20 € / Monat
Tagespass
einmalig 15 €
- 24 Stunden Zugriff auf alle Inhalte
- Endet automatisch; keine Kündigung notwendig