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·Fachbeitrag ·Kreditverhalten der Banken

MaRisk-Vorschriften, die Sie kennen sollten, damit das Kreditgeschäft problemlos funktioniert

von Martin Dieter Herke, Eltville

| Die MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Kreditinstitute) sind sozusagen die „Bibel“ der Banken, wenn es um das Kreditgeschäft geht. Neben dem Kreditwesengesetz (KWG) und den Basel-Vorschriften stecken die MaRisk regulatorisch die Rahmenbedingungen ab, innerhalb derer die Banken ihre Geschäfte betreiben können. Im Rahmen dieses Beitrags werden ausschließlich die MaRisk-Vorschriften zum Kreditgeschäft thematisiert. Der Teil der Vorschriften, der Handelsgeschäfte betrifft, bleibt dabei unberücksichtigt. |

1. Geplante und bestehende Vorschriften

Gerade im Zusammenhang mit den aktuellen Turbulenzen als Folge der europäischen Staatsschuldenkrise sind die Banken wieder in den Mittelpunkt der Betrachtungen gerückt. Als Kreditnehmer fragt man sich, ob und inwieweit sich die Schwierigkeiten, die in der Eurozone derzeit die Schlagzeilen beherrschen, auch auf das Kreditverhalten der Banken auswirken. Hinzu kommen die demnächst das Kreditgeschäft beeinflussenden Vorschriften nach Basel III und jetzt auch noch die aktuell geplante Neufassung bzw. Erweiterung der MaRisk. Ein erster Entwurf liegt seit dem 26.4.12 vor. Wenn es kommt, dann kommt es meist auch dick. Den Banken wird anhand der MaRisk teilweise sehr detailliert vorgeschrieben, wie sie sich zu organisieren und bei möglichen Risiken zu verhalten haben. Konkret sind folgende Positionen benannt:

 

  • Adressenausfallrisiken (einschließlich Länderrisiken),
  • Marktpreisrisiken,
  • Liquiditätsrisiken und
  • operationelle Risiken.

 

Betrachten wir als Kreditnehmer erst einmal, wann die Banken an die Vorschriften der MaRisk gebunden sind. Die Antwort ist ganz einfach. Die Bank ist nämlich bei jeder Kreditentscheidung betroffen.

2. Was ist eine Kreditentscheidung?

Zunächst ist wichtig zu wissen, was im Sinne der MaRisk als Kreditentscheidung anzusehen ist (jeweils in Kursivschrift der Text im Entwurf der BaFin vom 26.4.12):

 

…. gilt als Kreditentscheidung jede Entscheidung über Neukredite, Krediterhöhungen, Beteiligungen, Limitüberschreitungen, die Festlegung von kreditnehmerbezogenen Limiten sowie von Kontrahenten- und Emittentenlimiten, Prolongationen und Änderungen risikorelevanter Sachverhalte, die dem Kreditbeschluss zugrunde lagen (z.B. Sicherheiten, Verwendungszweck). 

 

Demzufolge unterliegt nicht nur ein Neukredit, sondern auch alles, was mit Veränderungen im Zusammenhang mit einem Kredit zu entscheiden ist, den Vorschriften der MaRisk.

3. Die Risikotragfähigkeit der Bank

Die Risikotragfähigkeit ist sozusagen das „Qualitätsmerkmal“ einer Bank. Eine solide Risikotragfähigkeit der Bank bedeutet für einen Kreditnehmer, dass die Bank in der Lage sein wird aufgrund einer guten Eigenkapitalausstattung und einer guten Ertragslage (vereinfacht dargestellt) seine quantitativen Kreditwünsche zu erfüllen. Leider haben Bankkunden nur begrenzte Möglichkeiten sich ein Bild von der Risikotragfähigkeit einzelner Banken zu verschaffen. Eine Frage an die Hausbank, die in diese Richtung geht, kann trotzdem nicht schaden, denn der Kreditnehmer hat ein berechtigtes Interesse zu erfahren, ob die Bank auch in Zukunft als Kreditgeber für ihn „sicher“ ist oder aufgrund diverser Vorschriften nur noch eingeschränkt als Kreditgeber fungieren kann. Andersherum stellt die Bank dem Kreditnehmer mit großer Selbstverständlichkeit diese Frage, bevor sie den Kredit gewährt. Eine solide Risikotragfähigkeit ist ein starkes Argument, mit dieser Bank eine Kontoverbindung einzugehen.

 

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat in ihrem neuesten Entwurf zur Weiterentwicklung und Anpassung der MaRisk an Basel III folgende Vorschriften vorgesehen:

 

Auf der Grundlage des Gesamtrisikoprofils ist sicherzustellen, dass die wesentlichen Risiken des Instituts durch das Risikodeckungspotenzial, unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen, laufend abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. … Es sind regelmäßig sowie anlassbezogen angemessene Stresstests für die wesentlichen Risiken durchzuführen … Jedes Institut muss über eine funktionsfähige Compliance-Funktion verfügen.

4. Wer trifft in der Bank die Kreditentscheidung?

Abhängig von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt des Kreditengagements erfordert eine Kreditentscheidung zwei zustimmende Voten der Bereiche Markt und Marktfolge. … Soweit die Entscheidungen von einem Ausschuss getroffen werden, sind die Mehrheitsverhältnisse innerhalb eines Ausschusses so festzulegen, dass der Bereich Marktfolge nicht überstimmt werden kann.

 

Grundsätzlich zu Kenntnis nehmen kann man, dass derjenige Bankmitarbeiter, der den Kreditnehmer betreut, diesen im Regelfall persönlich nicht kennt. Die eigentliche Entscheidung wird ausschließlich anhand der Unterlagen getroffen. Banken haben die Organisation ihres Kreditgeschäfts in die Bereiche „Markt“ und „Marktfolge“ zu trennen. Besonders wichtig für Kreditnehmer und ihre Berater ist in diesem Zusammenhang, dass sie die Mitarbeiter aus dem Bereich „Markt“, also den Firmenkundenberater, so umfassend informieren, dass dieser in der Lage ist, alle kritischen Fragen seines Kollegen aus der „Marktfolge“ überzeugend zu beantworten, um das zweite zustimmende Votum zu erreichen.

5. Die Bank muss die Kreditnehmerbonität selbst beurteilen

Den Banken wird vorgeschrieben, dass sie sich nicht auf Gutachten oder externe Ratings stützen können, sondern die Bonität ihrer Kreditnehmer selbst ermitteln müssen.

 

… Verwendung externer Bonitätseinschätzungen enthebt das Institut nicht von seiner Verpflichtung, sich ein Urteil über das Adressenausfallrisiko zu bilden und dabei eigene Erkenntnisse und Informationen in die Kreditentscheidung einfließen zu lassen.

6. Rating ist Vorschrift

Ohne Rating kein Kredit. Auf diesen einfachen Nenner lässt sich die Vorschrift in den MaRisk bringen. Rating ist Sache der Marktfolge. Es sind sowohl quantitative (bilanzrelevante) als auch qualitative (unternehmensführungsrelevante) Aspekte zu berücksichtigen. Ein besonderes Augenmerk haben die Banken darauf zu richten, ob ihr Kreditnehmer in der Lage ist, auch künftig ausreichende Erträge zu erwirtschaften. Das heißt, dass die Banken besonders auf die Kapitaldienstfähigkeit ihrer Kreditnehmer achten müssen. Im Einzelnen ist festgelegt:

 

In jedem Institut sind aussagekräftige Risikoklassifizierungsverfahren für die erstmalige beziehungsweise die turnusmäßige oder anlassbezogene Beurteilung der Adressenausfallrisiken sowie gegebenenfalls der Objekt-/Projektrisiken einzurichten. Es sind Kriterien festzulegen, die im Rahmen der Beurteilung der Risiken eine nachvollziehbare Zuweisung in eine Risikoklasse gewährleisten.

 

Die Verantwortung für Entwicklung, Qualität und Überwachung der Anwendung der Risikoklassifizierungsverfahren muss außerhalb des Bereichs Markt angesiedelt sein.

 

Maßgebliche Indikatoren für die Bestimmung der Adressenausfallrisiken im Risikoklassifizierungsverfahren müssen neben quantitativen auch, soweit möglich, qualitative Kriterien sein. Es ist insbesondere zu berücksichtigen, inwieweit der Kreditnehmer in der Lage ist, künftig Erträge zu erwirtschaften, um den ausgereichten Kredit zurückzuführen.

7. Risikoorientierte Konditionen sind Pflicht

Eine gute Ratingnote bedeutet einen günstigen Kreditzinssatz und eine schlechte Ratingnote zieht einen ungünstigen Kreditzinssatz nach sich. Dies schreiben die MaRisk den Banken vor. Für Unternehmen sollte dies Anlass sein, eine sogenannte ratingorientierte Unternehmensführung zu praktizieren. Nur so lassen sich günstige Kreditkonditionen erreichen.

 

Zwischen der Einstufung im Risikoklassifizierungsverfahren und der Konditionengestaltung sollte ein sachlich nachvollziehbarer Zusammenhang bestehen.

 

8. Wann ein Kreditnehmer in die Intensivbetreuung kommt

Ab wann ein Kreditnehmer von der Bank „intensiv“ betreut wird, bestimmt diese selbst. Die Bank legt individuelle Kriterien fest, die sich meist an der Ratingnote orientieren. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, ab welcher Ratingnote es bei ihr „kritisch“ wird.

 

Das Institut hat Kriterien festzulegen, wann ein Engagement einer gesonderten Beobachtung (Intensivbetreuung) zu unterziehen ist. Die Verantwortung fsür die Entwicklung und Qualität dieser Kriterien sowie deren regelmäßige Überprüfung muss außerhalb des Bereichs Markt angesiedelt sein. … Die einer Intensivbetreuung unterliegenden Engagements sind nach einem festzulegenden Turnus auf ihre weitere Behandlung hin zu überprüfen (weitere Intensivbetreuung, Rückführung in die Normalbetreuung, Abgabe an die Abwicklung oder die Sanierung).

9. Behandlung von Problemkrediten (Sanierungsfälle)

Die Banken selbst haben festzulegen, wann ein Kreditnehmer der Sanierungsabteilung zur Weiterbearbeitung zugewiesen wird. Im Regelfall geschieht dies aufgrund einer konkret festgelegten (ungünstigen) Ratingeinstufung. Es können aber auch andere Merkmale die Zuordnung zur Sanierungsabteilung auslösen. Beispielsweise eine gravierende Kontoüberziehung, ein größerer Forderungsausfall oder eine deutliche Verschlechterung im Bereich der Sicherheiten.

 

Das Institut hat Kriterien festzulegen, die die Abgabe eines Engagements an die auf die Sanierung beziehungsweise Abwicklung spezialisierten Mitarbeiter oder Bereiche beziehungsweise deren Einschaltung regeln. Die Verantwortung für die Entwicklung und die Qualität dieser Kriterien sowie deren regelmäßige Überprüfung muss außerhalb des Bereichs Markt angesiedelt sein. Die Federführung für den Sanierungs- beziehungsweise den Abwicklungsprozess oder die Überwachung dieser Prozesse ist außerhalb des Bereichs Markt wahrzunehmen.

 

PRAXISHINWEIS | Falls die Kreditnehmer einmal in die Intensivbetreuung oder in die Sanierungsabteilung geraten sollten, sollte dieser nicht auf stur schalten, sondern die Gelegenheit nutzen mit meist hochqualifizierten Bankmitarbeitern zusammenzuarbeiten, die (fast immer) daran interessiert sind, ihren Kunden zu helfen und sie zu sanieren.

10. Der Risikobericht

Wie schon der Name MaRisk signalisiert, wird auf ein sorgsames Risikomanagement besonderer Wert gelegt. Nachdem „die Banken“ in der Vergangenheit in vielen Fällen unvertretbar hohe Risiken eingegangen sind und der Staat, sprich der Steuerzahler, dafür gerade stehen musste, ist zu befürchten, dass jetzt mit den strengeren Vorschriften zumindest teilweise die Falschen getroffen werden, nämlich die mittelständischen Kreditnehmer, die die Krisen in der Vergangenheit wahrlich nicht verursacht haben. Wie dem auch sei, die Vorschriften sind einzuhalten.

 

Es besteht aber die Möglichkeit, sich als Kreditnehmer so zu verhalten und einzurichten, dass mit der Bank ein Konsens getroffen werden kann. Empfehlenswert ist hier ein Gespräch mit der Bank über die Risikolage des Kreditportfolios. Fragen Sie, ob es Probleme in puncto Branche oder Ratingklasse oder Sicherheiten gibt, in der sich das Unternehmen befindet, oder demnächst geben kann. Es kann durchaus sein, dass die Bank die Branchenquote, die der Kreditnehmer sich selbst verordnet hat, ausgeschöpft hat und deshalb - unabhängig von der Bonität - keine Kredite mehr an diese Branche ausreicht. Bleiben Sie mit Ihrer Bank im Gespräch. Im Rahmen einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit können auch solche Themen ansprechen werden.

 

In regelmäßigen Abständen, mindestens aber vierteljährlich, hat jede Bank einen Risikobericht zu erstellen.

 

Der Risikobericht hat die folgenden Informationen zu umfassen: a) die Entwicklung des Kreditportfolios, z.B. nach Branchen, Ländern, Risikoklassen und Größenklassen oder Sicherheitenkategorien, unter besonderer Berücksichtigung von Risikokonzentrationen …

11. Risikocontrolling

Die Vorschriften über ein Risikocontrolling werden neu in die MaRisk eingefügt. Man muss in diesem Zusammenhang erkennen, dass die Banken sozusagen an allen Ecken und Enden für Risiken sensibilisiert werden, was nicht ohne Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit bleiben wird. Die Banken werden in erster Linie dafür Sorge tragen, dass die BaFin-Vorschriften einhalten werden und erst in zweiter Linie sie versuchen, den Kundenwünschen gerecht zu werden. Man sollte sich nichts vormachen - Kreditgeschäfte werden problematischer.

 

… Jedes Institut muss über ein Risikocontrolling verfügen, das für die unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken zuständig ist. Das Risikocontrolling ist aufbauorganisatorisch bis einschließlich der Ebene der Geschäftsleitung von den Bereichen zu trennen, die für die Initiierung bzw. den Abschluss von Geschäften zuständig sind. …

12. Neue Compliance-Vorschriften

Die Verschärfung der Liquiditätsvorschriften und die Erhöhung des Eigenkapitals sind Merkmale von Basel III, die zusätzliche Anforderungen an die Banken stellen und deshalb auch in den MaRisk ihren Niederschlag finden. Die Deutsche Bundesbank hat errechnet, dass deutsche Banken 50 Mrd. EUR mehr Eigenkapital unterhalten müssen und dies voraussichtlich zu einer generellen Margenerhöhung (Zinssatzerhöhung) von 50 Basispunkten führen wird. Gleichzeitig rechnet die Bundesbank mit einem Abbau des Kreditvolumens um 3 %.

 

Dies ist aber nur ein Bereich. Hinzu kommen Liquiditätsvorschriften, die noch stärker auf das Kreditgeschäft einwirken. Banken müssen künftig zwei Überwachungskennziffern erfüllen. Die „Liquidity Coverage Ratio“ und die „Net Stable Funding Ratio“. Beide Vorgaben führen dazu, dass sie mehr liquide Mittel vorhalten müssen, was in erster Linie zu höheren Refinanzierungskosten führt.

 

Ein zweiter Aspekt: Die Möglichkeit zur Fristentransformation (das bedeutet die Umwandlung kurzfristiger Einlagen in langfristige Kredite) wird spürbar eingeschränkt. Diese Einschränkung der Fristentransformation führt dazu, dass Banken künftig den langfristigen Firmenkredit stärker als bisher fristenkongruent refinanzieren müssen. Dies wiederum wirkt sich nachteilig auf die Konditionen aus und führt dazu, dass Kreditnehmer künftig schwerer an langfristige Darlehen herankommen als bisher.

 

Um dies auch regulatorisch zu beeinflussen und zu überwachen, werden jetzt entsprechende Vorschriften in die MaRisk aufgenommen, sodass Kreditnehmer quasi „gezwungen“ sind, sich die Auswirkungen dieser Liquiditätsvorschriften auch kostenmäßig vor Augen zu führen. Damit soll erreicht werden, dass die geschäftspolitische Steuerung darauf reagiert und aufgrund des einzurichtenden Liquiditätstransferpreissystems sich regelkonform verhalten wird.

 

In Abhängigkeit von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten und der Refinanzierungsstruktur ist ein geeignetes Liquiditätstransferpreissystem zur verursachungsgerechten internen Verrechnung der jeweiligen Liquiditätskosten, -nutzen und ... -risiken einzurichten. Die ermittelten Transferpreise sind bei der Steuerung der Geschäftsaktivitäten und der Kalkulation der bilanzwirksamen und außerbilanziellen Transaktionen anzuwenden.

 

Die Transferpreise haben auch die Kosten für die zusätzliche Liquiditätsbeschaffung im Falle eines Liquiditätsengpasses zu beinhalten. Die Aspekte Haltedauer und Marktliquidität der Vermögensgegenstände sind bei der Ermittlung der jeweiligen Transferpreise zu berücksichtigen. Für unsichere Zahlungsströme sind geeignete Annahmen zu treffen, sowie gegebenenfalls Beiträge zur Refinanzierung einzelner Geschäftsaktivitäten zu identifizieren und bei der Steuerung der Geschäftsaktivitäten zu berücksichtigen.

13. Fazit

Die Auswirkungen von Basel III finden sich jetzt auch in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Kreditinstitute (MaRisk) wieder. Kreditnehmer haben es, wie bisher auch schon, mit zwei unterschiedlichen Bankmitarbeitern zu tun, mit dem Firmenkundenberater vom Bereich Markt und mit dem Mitarbeiter aus dem Bereich Marktfolge, der darauf zu achten hat, dass sein Kollege vom Markt keine zu großen Risiken eingeht. Vor jeder Kreditvergabe hat ein Rating stattzufinden und die Zinskonditionen sind am Ratingergebnis zu orientieren, das heißt: gutes Rating, günstige Zinsen, schlechtes Rating, ungünstige Zinsen. Die Banken werden verpflichtet, künftig noch risikobewusster ihr Kreditgeschäft zu betreiben. Risikocontrolling, Risikotragfähigkeit, Risikobericht und ein neues Liquiditätstransferpreissystem sind die Schlagworte, die verdeutlichen, dass die Banken in Zukunft vorsichtiger zu agieren haben als bisher. Die Auswirkungen auf das mittelständische Kreditgeschäft werden sich demnächst erst zeigen.

 

Weiterführender Hinweis

Quelle: Ausgabe 09 / 2012 | Seite 228 | ID 34744510