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01.12.2007 | Finanzierungsinstrument

Asset Backed Securities aus Unternehmens- und Bankensicht

von Dipl.-Kfm. Matthias Hoffelner, Mainz

Bei Asset Backed Securities, kurz ABS, handelt es sich um ein Finanzierungsinstrument. Grundgedanke einer ABS-Transaktion ist es, eine Vielzahl an gleichartigen Forderungen zum Zwecke der Liquiditätsbeschaffung aus dem Unternehmen auszugliedern. Verkäufer von ABS können sowohl Firmen als auch Kreditinstitute sein. Käufer solcher in Wertpapieren verbrieften Forderungen sind überwiegend Zweckgesellschaften mit Sitz im Ausland. Der Beitrag zeigt auf, welche verschiedenen Formen von Asset Backed Securities am Markt existieren und welche Vor- bzw. Nachteile diese Finanzierungsinstrumente besitzen. 

1. Hintergrund

Asset Backed Security (ABS) - Transaktionen sind am deutschen Finanzmarkt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie England oder Frankreich, als auch insbesondere gegenüber dem US-amerikanischen Markt, erst sehr spät aufgetreten. So erfolgten in den USA bereits erste Transaktionen in 1970 in Form von Mortgage-Backed Securities. Vorherrschende Bedenken seitens der Bankenaufsicht und nicht existierenden rechtlichen Rahmenbedingungen verzögerten jedoch die Einführung auf dem deutschen Kapitalmarkt.  

 

In Deutschland wurde erstmals im Jahr 1990 eine ABS-Transaktion durchgeführt. Die seinerzeit bestehenden Bedenken seitens der Bankenaufsicht bezüglich dieser Transaktionsform, veranlasste die Banken von weiteren in Vorbereitung befindlichen ABS-Transaktionen Abstand zu nehmen. Die Beteiligung deutscher Banken in den kommenden Jahren beschränkte sich auf die Rollen der Sicherungsgeber oder der Vermittler.  

 

Erst wieder im April 1995 übertrug eine Hypothekenbank nachrangige Darlehensforderungen im Rahmen einer ABS-Transaktion. Der Druck weiterer Kreditinstitute, welche auch die Absicht zur Verbriefung anzeigten, veranlasste die Bankenaufsicht schließlich Rahmenbedingungen auszuarbeiten und bekannt zu geben.