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·Fachbeitrag ·Praxisorganisation

Das Bonusheft: Kennen Sie alle Details zu Bonusberechnung & Co?

| Der Umgang mit dem Bonusheft der GKV gehört zum Alltag jeder Vertragszahnarztpraxis. Ein Patient mit regelmäßig geführtem Bonusheft bekommt zusätzlich zum Basiszuschuss bei Zahnkronen und Zahnersatz von seiner Krankenkasse einen erhöhten Zuschuss (Bonus). Meistens sind die Einträge in das Heft Routine. Aber es gibt auch immer wieder Fälle, die Fragen aufwerfen. Grund genug für AAZ, diese zu klären und auch den gesetzlichen Hintergrund aufzuzeigen. |

Das Bonusheft ‒ Nachweis für Vorsorgeuntersuchungen

Das bundesmantelvertraglich vereinbarte Bonusheft dient als Nachweis einer erfolgten Vorsorgeuntersuchung gemäß § 55 Abs. 1 SGB V. Der behandelnde Zahnarzt muss GKV-Versicherten das Bonusheft kostenlos aushändigen und auch die Einträge darin unentgeltlich vornehmen. Der Patient muss das Bonusheft aufbewahren, das ist keine Aufgabe der Praxis! Bei Erstausstellung wird der Patient darüber aufgeklärt, dass halbjährlich Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden und einmal im Jahr das Bonusheft für die notwendige Bescheinigung in Eigenverantwortung mitzubringen ist.

Die gesetzlichen Bestimmungen

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Primärkrankenkassen haben im Bundesmantelvertrag-Zahnärzte (BMV-Z) eine „Vereinbarung über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnkrankheiten (Individualprophylaxe)“ geschlossen. Dort heißt es in § 3:

 

  • Bonusheft ‒ Wortlaut der Vereinbarung dazu im BMV-Z
  • 1. Das Bonusheft zum Nachweis von Zahngesundheitsuntersuchungen dient dem Versicherten als Nachweis für den Anspruch auf erhöhte Zuschüsse zum Zahnersatz gemäß § 30 SGB V.
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  • 2. Der Vertragszahnarzt händigt jedem Versicherten, der das 12. Lebensjahr vollendet hat, ein Bonusheft aus. Die Ausgabe des Bonushefts vermerkt er in den Patientenaufzeichnungen. Bei Versicherten, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, trägt er für jedes Kalenderhalbjahr das Datum des Mundhygienestatus (Nr. IP1) ein. Bei Versicherten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, trägt er jährlich das Datum einer zahnärztlichen Untersuchung gemäß § 30 Abs. 2 SGB V ein. Die Eintragungen sind mit Zahnarzt-Stempel und Unterschrift zu versehen.
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  • 3. Legt der Versicherte das Bonusheft nicht vor, so kann der Vertragszahnarzt dem Versicherten eine Ersatzbescheinigung über die Durchführung des Mundhygienestatus bzw. der zahnärztlichen Untersuchung ausstellen. In die Ersatzbescheinigung sind Name und Vorname des Versicherten einzutragen.
 

Weiterhin finden sich in den Richtlinien des Bundesausschusses der Zahnärzte und Krankenkassen in Abschnitt B unter Punkt 13 auch Informationen zur Art und zum Umfang der zahnmedizinischen Individualprophylaxe. Im Praxisalltag und der Flut an Bestimmungen wird meist übersehen, dass bereits Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ein Anrecht auf ein Bonusheft haben, in dem ‒ anders als bei den Erwachsenen ‒ halbjährlich das Datum des Mundhygienestatus nach BEMA-Nr. IP 1 eingetragen wird.