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    BEMA-Nr. 25 für indirekte Überkappung ohne Vitalitätsprüfung berechnungsfähig?

    Bild:©bravissimos - stock.adobe.com

    | FRAGE: „Bisher war ich davon ausgegangen, dass die BEMA-Nr. 25 (Cp) nur berechnet werden darf, wenn auch eine Vitalitätsprüfung nach BEMA-Nr. 8 (ViPr) erfolgt ist. Ein Kollege hat mich nun verunsichert. Er ist der Auffassung, dass die Berechnung der BEMA-Nr. 25 keine ViPr erfordert. Wer hat nun Recht?“ |

     

    Antwort: Grundsätzlich ist die Abrechnung der BEMA-Nr. 25 (Cp) für eine indirekte Überkappung zur Erhaltung der gefährdeten Pulpa ohne die Abrechnung einer Sensibilitätsprüfung durch keine BEMA-Bestimmung ausgeschlossen.

     

    Aber: Nach der Behandlungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) soll bei Erhaltung der Zähne durch Methoden der Pulpaüberkappung in angemessenen Zeitabständen eine klinische Kontrolle und ggf. eine Sensibilitätsprüfung bzw. röntgenologische Kontrolle des Heilerfolges durchgeführt werden. Die Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie des G-BA zur Überkappung gibt hierzu fachlich-medizinisch im Prüfkatalog die Abfrage vor,

    • ob ersichtlich ist, dass im direkten zeitlichen Zusammenhang mit der Erbringung der Cp/P und/oder vor der ersten Folgeleistung eine Sensibilitätsprüfung durchgeführt worden ist und
    • ob im Nachgang zur Cp/P eine Kontrolle des Heilerfolgs durchgeführt wurde ‒ durch eine Sensibilitätsprüfung oder durch eine klinische Kontrolle (Dokumentation!).

     

    Einer Überkappungsmaßnahme sollte somit aus medizinischer Sicht eine Feststellung zur Vitalität und Erhaltungsfähigkeit vorausgehen; dies ist aber kein „Muss“. Ein mit einer indirekten Überkappung versorgter Zahn soll jedoch nach der Behandlung auf die Vitalität seiner Pulpa und damit auf einen Behandlungserfolg hin kontrolliert werden.

     

    MERKE | Im Zusammenhang mit den BEMA-Nrn. 25, 26 oder 27 kann die Vitalitätsprüfung auch mehrfach in kürzerem zeitlichem Abstand notwendig sein.

     
    Quelle: Ausgabe 06 / 2022 | Seite 1 | ID 47988989