02.07.2015 · Fachbeitrag aus UE · Schadenabwicklung
Einzelne Versicherer fallen mit immer neuen Ideen auf. Nun behauptet einer mit einem Standardschreiben, der Geschädigte beim Haftpflichtschaden dürfe ohne vorherige Zustimmung keine Veränderungen am Unfallfahrzeug vornehmen. Das führt zu Irritationen, und ein Leser fragt, ob diese These richtig ist. Die Antwort lautet „Nein“. Erfahren Sie, warum.
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02.07.2015 · Fachbeitrag aus UE · Reparaturkosten
In der Juni-Ausgabe 2015 hat UE am Beispiel einer beim Ausbau gerissenen Scheibe berichtet, dass bei Haftpflichtschäden der Schädiger und damit dessen Versicherer das Werkstattrisiko trägt. Das AG Böblingen hatte diesen Grundsatz auf den beschriebenen Fall angewendet. Nun fragt ein Leser, ob dieser Grundsatz auch im Kaskofall gilt. UE meint „Ja“.
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02.07.2015 · Fachbeitrag aus UE · Ausfallschaden
Verlangt der Versicherer wegen des Ausfallschadens einen Reparaturablaufplan, darf die Werkstatt den Aufwand berechnen. Der Versicherer muss den Betrag – es ging um 74,97 Euro brutto – erstatten, entschied das AG Horb am Neckar.
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02.07.2015 · Fachbeitrag aus UE · Gutachten
Bei einem Schadenbetrag in Höhe von 844,68 Euro netto ist die Bagatellgrenze für den Anspruch auf ein Schadengutachten überschritten. Außerdem kommt es nach Auffassung des AG Böblingen auf die Umstände des Einzelfalls an, wenn die Schadenhöhe unter der Batallgrenze bleibt.
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02.07.2015 · Fachbeitrag aus UE · Gutachten
Der Geschädigte darf auch dann einen eigenen Gutachter mit der Schadenermittlung beauftragen, wenn der gegnerische Versicherer bereits einen Sachverständigen beauftragt hat. Etwas anderes gilt nach Ansicht des AG Wuppertal nur, wenn die Parteien sich ausdrücklich darauf geeinigt haben, dass der Versicherer den Gutachter entsendet.
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02.07.2015 · Fachbeitrag aus UE · Schadenabwicklung
Ist das Schädigerfahrzeug, das in Deutschland einen Verkehrsunfall verursacht, in einem anderen europäischen Land zugelassen, hat der Geschädigte einen Direktanspruch gegen das Deutsche Büro Grüne Karte e.V. Das Büro Grüne Karte e.V. darf sich nach Ansicht des LG Stuttgart nicht weigern, den Schaden zu regulieren, wenn der Geschädigte zwar Namen und Anschrift des Halters sowie das Fahrzeugkennzeichen benennen kann, vom Fahrer aber nur den Namen und nicht dessen Adresse kennt.
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02.07.2015 · Fachbeitrag aus UE · Mehrwertsteuer
Mehrwertsteuer bekommt der Geschädigte bei der Schadenregulierung nach § 249 Abs. 2 S. 2 BGB nur erstattet, wenn und soweit er sie aufgewendet hat. Insbesondere bei Totalschäden ergeben sich daraus immer wieder Schwierigkeiten. In einem Fall, den ein UE-Leser schildert, scheitert die Erstattung der Mehrwertsteuer daran, dass die „Ersatzbeschaffung“ vor dem Unfall geschah. Manche solcher Fälle lassen sich aber noch „retten“.
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02.07.2015 · Fachbeitrag aus UE · 130-Prozent-Grenze
Das Prognoserisiko muss auch dann der Schädiger tragen, wenn es um einen 130-Prozent-Fall geht und die 130-Prozent-Grenze bei der Reparatur überschritten wird. Der Versicherer muss also die vollen Reparaturkosten erstatten. Wenn sich der Reparaturzeitraum durch die schrittweise während der Reparatur erkennbar werdenden weiteren Reparaturmaßnahmen entsprechend verlängert, ist das auch vom Prognoserisiko gedeckt, urteilt das LG Ulm.
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02.07.2015 · Fachbeitrag aus UE · Standgeld
Für die Zeit vom Unfall bis zum Reparaturauftrag muss der eintrittspflichtige Haftpflichtversicherer Standgeld erstatten, wenn die Werkstatt das dem Geschädigten berechnet. Im Urteilsfall akzeptierte das AG Horb am Neckar ein Standgeld von 9 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer pro Tag.
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29.06.2015 · Fachbeitrag aus UE · Reparaturkosten
Behauptet der Versicherer im Rechtsstreit, der vom Sachverständigen vorgesehene Reparaturweg wäre viel zu aufwändig, ohne jedoch irgendetwas zum vermeintlich günstigeren Reparaturweg vorzutragen, muss das Gericht diesen Vortrag gar nicht beachten (LG Hamburg, Urteil vom 16.6.2015, Az. 323 O 44/15, Abruf-Nr. 144777 , eingesandt von Rechtsanwalt Frank Ochsendorf, Hamburg).
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