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·Fachbeitrag ·Standgeld

Standgeld bis zur Erteilung des Reparaturauftrags

| Für die Zeit vom Unfall bis zum Reparaturauftrag muss der eintrittspflichtige Haftpflichtversicherer Standgeld erstatten, wenn die Werkstatt das dem Geschädigten berechnet. Im Urteilsfall akzeptierte das AG Horb am Neckar ein Standgeld von 9 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer pro Tag. |

 

Wichtig | Das eingangs Gesagte gilt, wenn das Fahrzeug unfallbedingt nicht mehr fahrbereit war und der Geschädigte nicht vorwerfbar getrödelt hat. Die Wartezeit auf das am Tag nach dem Unfall beauftragte Schadengutachten gehört ebenso zum relevanten Zeitraum wie eine angemessene Überlegungszeit von drei Tagen ab Gutachteneingang, um zu entscheiden, was nun geschehen soll. Wenn der Geschädigte nicht aus eigenen Mitteln in Vorlage gehen kann und das dem Versicherer als Warnhinweis im Sinne des § 254 Abs. 2 BGB mitgeteilt hat, darf er sogar noch die Bestätigung des Versicherers abwarten, dass der die Haftung anerkennt.

 

Die Besonderheit dieses Urteils liegt darin, dass es hier um den ganz normalen „Vorspann“ geht, und nicht - wie oft - um Verzögerungen nach der Reparatur oder bei der Restwertabholung. Doch das Urteil ist völlig zutreffend, denn in diesem Zeitraum verwahrt die Werkstatt das Fahrzeug nur. Schließlich ist bis zur Entscheidung des Geschädigten unklar, wie es weitergeht (AG Horb am Neckar, Urteil vom 22.6.2015, Az. 1 C 130/15, Abruf-Nr. 144804, eingesandt von Rechtsanwalt Dieter Schnabel, Glatten).

 

Weiterführende Hinweise

  • Beitrag „Beitrag „Werkunternehmerpfandrecht und zusätzlich Standgeld“, UE 11/2013, Seite 2
  • Beitrag „Standgeld bis zur Abholung durch den Restwertaufkäufer“, UE 11/2014, Seite 3
  • Textbaustein 341: Standgeld bzw. Kosten für Fahrzeugverwahrung (H)
Quelle: Ausgabe 07 / 2015 | Seite 1 | ID 43483513