07.02.2020 · Nachricht aus UE · Fiktive Abrechnung
Die Ansicht des Versicherers, es gebe aufgrund der Rechtsprechung des Baurechtssenats des BGH und des LG Darmstadt keine fiktive Abrechnung auf Gutachtenbasis mehr, bügelt das AG Soest ab: In der Rechtsprechung des Schadenrechtssenats seien keine Anzeichen für eine solche Änderung auch im Kraftfahrtschaden erkennbar (AG Soest, Urteil vom 12.12.2019, Az. 14 C 2/19, Abruf-Nr. 213532, eingesandt von Rechtsanwalt Dr. Boris Cramer, Soest).
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06.02.2020 · Nachricht aus UE · Reparaturkosten
Zwei Sätze des AG Schwäbisch Hall sprechen für sich: „Die Haftpflichtversicherung des Schädigers ist nicht die Rechnungsprüfungsstelle zulasten des Geschädigten.“ Und weiter: „Anders liegt der Fall in diesen Fällen dann, wenn von vornherein für den Geschädigten erkennbar ist, dass der Rechnungsbetrag überhöht ist oder ihn sonst ein Auswahlverschulden bei der Reparaturwerkstatt trifft. Bei einem Betrag von sage und schreibe 76,50 Euro bei einem zugrunde liegenden Rechnungsbetrag ...
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05.02.2020 · Nachricht aus UE · Ausfallschaden
Auch wenn unklar bleibt, warum sich die Reparaturdauer während des Werkstattaufenthalts des Fahrzeugs um eine Woche verzögert hat, geht das im Hinblick auf die dadurch entstehenden Mehrkosten für den Mietwagen zulasten des Schädigers. Denn der Geschädigte hat keinen Einfluss mehr auf die Abläufe, wenn er das Fahrzeug in die Werkstatt gegeben hat, so das AG Tübingen.
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05.02.2020 · Nachricht aus UE · Ausfallschaden
Ist der Geschädigte nicht in der Lage, aus eigenen Mitteln die Schadenbeseitigungskosten vorzufinanzieren, ist es ausreichend, den eintrittspflichtigen Haftpflichtversicherer darüber schlicht zu informieren. Im vorgerichtlichen Stadium muss dieser Warnhinweis, dass sich der Schaden bis zum Geldeingang vom Versicherer um den weiterlaufenden Ausfallschaden erweitern wird, nicht mit Details oder gar Unterlagen unterfüttert werden. Das hat das KG Berlin entschieden.
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05.02.2020 · Fachbeitrag aus UE · Schadenabwicklung
Hat der Geschädigte sein beim Haftpflichtschaden unfallbeschädigtes Fahrzeug noch nicht zum gutachterlich festgestellten Restwert verkauft, kann der Versicherer mit einem Überangebot durchdringen. Da stecken die Haftpflichtversicherer – aus deren Sicht durchaus nachvollziehbar – eine Menge Energie hinein. Doch derzeit läuft das in eine bemerkenswerte Richtung. Aus diesem Themenkreis erreichte UE unter Vorlage des Gebotsblattes die Frage eines Schadengutachters.
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04.02.2020 · Nachricht aus UE · Ausfallschaden
Kann der Geschädigte mangels im Mietvertrag notiertem Anfangskilometerstand nicht nachweisen, mehr als 20 km pro Tag gefahren zu sein, ist das jedenfalls dann unschädlich, wenn er in so ländlicher Gegend lebt, dass ein brauchbarer öffentlicher Nahverkehr nicht vorhanden ist. Das hat das AG Stade entschieden.
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01.02.2020 · Nachricht aus UE · Editorial Februar 2020
Der Geschädigte trägt einen bestimmten Unfallhergang vor. Der Versicherer wendet ein, es sei ganz anders gewesen. So kommt es vor Gericht zum Streit um die Haftung.
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29.01.2020 · Nachricht aus UE · Ausfallschaden
Für die Erforderlichkeit der Anmietung eines Fahrschulersatzwagens kommt es nicht darauf an, dass dessen Kosten niedriger sind, als der ohne dessen Anmietung entgehende direkte Gewinn. Diese wirtschaftlichen Gesichtspunkte sind irrelevant, so das AG Ellwangen. Denn es wäre für eine Fahrschule nachhaltig rufschädigend, ihre Fahrschüler nicht schulen zu können (im Urteilsfall über einen Zeitraum von 23 Tagen).
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29.01.2020 · Nachricht aus UE · Ausfallschaden
Für ein Wohnmobil, das als Alltagsfahrzeug genutzt wird, schuldet der Schädiger bei unfallbedingter Unbenutzbarkeit Nutzungsausfallentschädigung, wenn kein Mietwagen genommen wurde. Dass so ein Fahrzeug neben der Mobilitätsfunktion auch andere Funktionen hat, ändert daran nichts, so das OLG Hamburg.
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24.01.2020 · Nachricht aus UE · Reparaturkosten
Ein perfektes Urteil zur Reparatur gemäß Gutachten hat das OLG Naumburg abgeliefert. Geradezu schulbuchartig mit sauberer sprachlicher Differenzierung zwischen der „Notwendigkeit“ im technischen Sinne und der „Erforderlichkeit“ im rechtlichen Sinne stellt es dar, dass der Geschädigte nichts falsch macht, wenn er eine Reparatur nach den gutachterlichen Vorgaben in Auftrag gibt. Dann sind alle Einwände des Versicherers, einzelne Positionen seien technisch nicht notwendig gewesen, ...
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