logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

·Fachbeitrag ·Reparaturkosten

„Farbangleichung“ bei Firmenfahrzeugen mit Folierung?

| Unser Kunde hat Fahrzeuge mit einer speziellen Folierung zu Werbefahrzeugen im Firmendesign umgestaltet. Die Folien haben seine ungewöhnliche Corporate Identity-Farbe und sind zusätzlich bebildert. Wie man es auch vom Fahrzeuglack kennt, verändert sich die Farbe unter dem Einfluss von Alterung, Bewitterung und Lichteinfluss. Nun musste unfallbedingt eine Tür des Fahrzeugs erneuert werden. Würde nur dieses Bauteil neu beklebt, wäre der Farbunterschied von neu zu alt deutlich zu sehen. Muss der Kunde das hinnehmen, oder kann die ganze Fahrzeugseite neu beklebt werden? |

 

Antwort | Rechtsprechung dazu ist nicht bekannt. Aber allgemeine schadenrechtliche Grundsätze führen zum Ergebnis, dass ein Farbunterschied nicht hinzunehmen ist. Denn das ist eine Frage der Zumutbarkeit im Rahmen der Erforderlichkeit der Schadenbeseitigungsaufwendungen. Weil es ja gerade auf die optische Auffälligkeit des Fahrzeugs unter dem Werbeaspekt ankommt, muss der optische Eindruck „passen“. Anders könnte das zum Beispiel bei einem Polizeifahrzeug zu beurteilen sein, wenn sich das Grün oder Blau der erneuerten Folie von den anderen Folien farblich etwas abhebt.

 

Weiterführender Hinweis

Quelle: Ausgabe 05 / 2015 | Seite 2 | ID 43345497