· Fachbeitrag · Schleichende Krise: Immer mehr Betriebsaufgaben im Mittelstand
Geplante und ungeplante Einstellungen der Geschäftstätigkeit
Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland ziehen sich zurück. Wie eine aktuelle Umfrage der DATEV zeigt: Die geplanten und ungeplanten Geschäftsaufgaben sowie Verlagerungen ins Ausland nehmen zu. Die Quote liegt inzwischen bei 2,43 %, im Herbst 2024 waren es noch 1,62 %. Zum Vergleich: Die für den gleichen Zeitraum und auf einer vergleichbaren Grundgesamtheit (Statistisches Unternehmensregister) mit Zahlen des Statistischen Bundesamts berechnete Insolvenzquote liegt bei 0,67 %.
Persönliche Gründe für eine Betriebsaufgabe haben sich verdoppelt
Prof. Dr. Robert Mayr, CEO DATEV eG, warnt: „Der Mittelstand gibt auf. Es ist keine Schockwelle, sondern ein schleichender Rückzug, getrieben von hohen Kosten, schwacher Nachfrage, erdrückender Bürokratie und dem Mangel an Nachfolgelösungen. Besonders alarmierend: Die Quote der geplanten Betriebsaufgaben ist im Vergleich zum Vorjahr um 56 % gestiegen.“
Die Quote der geplanten Betriebsaufgaben stieg von 0,97 % im vergangenen Jahr auf 1,51 % bei der jüngsten Befragung. Ungeplante Geschäftsaufgaben betreffen aktuell 0,73 % der Mandate im Vergleich zu 0,54 % im Jahr 2024. Auslandsverlagerungen wurden für 0,18 % der Mandate genannt, Vorjahr 0,12 %.
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