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  • ·Fachbeitrag ·Nachfolge-Monitoring Mittelstand der KfW

    Babyboomer-Generation trifft auf Corona: Zukunftsplanung liegt auf Eis

    | In den kommenden Jahren verabschiedet sich die Babyboomer-Generation in den Ruhestand. Das wird eine Lücke hinterlassen. Dies ist von der Erkenntnis nicht neu. Doch nun kommt auch noch die Coronapandemie ins Spiel. Bereits ins Auge gefasste Nachfolgepläne wurden im Lauf des vergangenen Jahres wieder über Bord geworfen. Einige Unternehmen sind in 2020 bzw. den ersten Monaten in 2021 mit unvorhersehbaren existenziellen Problemen beschäftigt. Die geplanten Rückzugsaktivitäten treten dabei in den Hintergrund. |

    1. Zahl der Nachfolge-Inserate brach seit Pandemiebeginn ein

    Die Corona-Verunsicherung schlägt sich in der Praxis der Nachfolgevermittlung nieder. Dies zeigt exemplarisch die Entwicklung der Inserate auf der Internetplattform www.nexxt-change.de, einer Nachfolgebörse, die Unternehmer und Nachfolgeinteressierte zusammenbringen soll. Normalerweise werden auf der Plattform pro Monat über 600 neue Angebote inseriert, so auch zu Beginn des Jahres 2020. Im Februar 2020 wurden z. B. ca. 650 neue Inserate angelegt ‒ im April 2020 aber nur noch 300. Im Verlauf des Sommers wurde wieder etwas mehr inseriert, allerdings nach wie vor deutlich unter Vorkrisenniveau. Zum Herbst und Winter 2020 gingen dann die Zahlen wieder deutlich nach unten.

    2. Unternehmensnachfolge nicht akut gefährdet

    Laut dem Nachfolge-Monitoring Mittelstand der KfW 2020 besteht jedoch trotz der sinkenden Nachfolgeangebote keine Besorgnis. So lässt sich ermitteln, dass Unternehmer, deren Rückzug kurz bevorsteht, trotz der momentanen Situation auch in der Krise an ihren Übergabeplänen festhalten. Dabei sind es eher die KMU, die einen längeren Zeithorizont für die Nachfolge eingeplant haben, die ihre Planungen aussetzen. Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Nachfolgeprozesse grundsätzlich noch gut in der Spur sind. Die für die nächsten zwei Jahre vorgesehenen Übergaben sind zur Hälfte fertig verhandelt, bei einem weiteren Drittel laufen die Verhandlungen.