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  • ·Fachbeitrag ·Unternehmensteuern

    Die Konkurrenz schläft nicht

    | Soll der Standort Deutschland wettbewerbsfähig bleiben, muss die Bundesregierung bei den Unternehmensteuern vielleicht schon bald handeln. Darauf verweist eine jetzt veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (s. auch IW Köln, Pressemitteilung vom 14.5.14). |

     

    Durch die Unternehmensteuerreform im Jahr 2008 sank die Körperschaftsteuer in Deutschland von 25 auf 15 %; zusammen mit der Gewerbesteuer beträgt die tarifliche Belastung der Gewinne heute noch 30,6 %. Damit liegt Deutschland international gesehen im oberen Mittelfeld auf Platz sieben hinter den USA (45,4 %), Japan (38,5 %), Frankreich (36,1 %), Belgien (34 %), Portugal (31,5 %) und Italien (31,4 %). Allerdings gibt es auch wichtige Wettbewerber, die ihren Unternehmen nicht so tief in die Tasche greifen, wie Großbritannien (26 %) oder die Niederlande (25 %).

     

    Die Bundesrepublik ist damit zwar kein Niedrigsteuerland. International tätige Unternehmen werden bei ihrer Standortwahl aber auch nicht massiv abgeschreckt, fasst die Studie zusammen. Trotzdem könnte in Deutschland über kurz oder lang eine Tarifsenkung notwendig werden: Frankreich hat angekündigt, den Körperschaftsteuersatz bis 2020 auf 28 % zu senken und gleichzeitig Zusatzbelastungen für die Firmen abzuschaffen. Spanien will sogar auf 20 % runtergehen.

     

    Hinweis | Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des IW Köln.

    Quelle: Ausgabe 06 / 2014 | Seite 147 | ID 42709133