01.04.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Bundesfinanzhof
Mit Urteil vom 4.11.04 hat der BFH (IV R 26/03, Abruf-Nr.
050315
) entschieden, dass ein ausgebildeter Diplom-Pädagoge und Gestalttherapeut, der als berufsmäßiger Betreuer i.S. der §§ 1896 ff. BGB tätig ist, Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt. Der Beruf des Betreuers kann weder als eine der in § 18 Abs. 1 Nr. 1 S. 1 EStG genannten Tätigkeiten beurteilt werden noch ist der Beruf in dem Katalog der Vorschrift enthalten. Auch übt er keinen einem bestimmten Katalogberuf ähnlichen ...
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01.04.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Finanzgericht Hamburg
Das FG Hamburg hat mit Urteil vom 8.4.04 (II 126/03, NZB BFH IV B 125/04, Abruf-Nr.
050704
) entschieden, dass sich der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit eines Notars nicht im häuslichen Arbeitszimmer befindet. Dort finden auch bei intensiver zeitlicher Nutzung nicht die Tätigkeiten statt, die für die konkrete Berufstätigkeit wesentlich und prägend sind. Der Begriff „Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung“ ist ein eigenständiger Rechtsbegriff, zu ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Oberlandesgericht Hamm
Ärztliche Gemeinschaftspraxisverträge enthalten häufig Bestimmungen, die einseitig die Stellung des oder der Praxisgründer (Altgesellschafter) im Verhältnis zu hinzukommenden Gesellschaftern regeln. Hintergrund einer solchen Regelung ist, dass die Leistungen der Altgesellschafter bei deren Gründung und Aufbau der Praxis angemessen berücksichtigt werden sollen. Auch muss häufig der Neugesellschafter für seinen Eintritt in die Praxis keine Einlage zahlen. Das Gesellschaftsvermögen ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Bundesgerichtshof
Der die Aufhebung einer Gemeinschaft betreibende Teilhaber kann, wenn das Miteigentum der gemeinschaftlichen Berufsausübung dienen sollte und er diese aufkündigt, verpflichtet sein, seinen Anteil gegen Zahlung des Marktwertes auf die die Zusammenarbeit fortsetzenden Teilhaber zu übertragen - so der BGH mit Urteil vom 25.10.04 (II ZR 171/02,
Abruf-Nr. 043266
).
Laut Sachverhalt erwarben die Ehefrauen von fünf in einer Sozietät verbundenen Rechtsanwälte je 1/5 Miteigentum an einer ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Bundesfinanzhof
Der BFH hat mit Urteil vom 16.9.04 (IV R 11/03,
Abruf-Nr. 042798
) klare Abgrenzungskriterien dafür festgelegt, wann das so genannte Zweistufenmodell steuerlich anzuerkennen ist. Bis zum Jahr 2001 war es in der Praxis üblich, zur Gründung einer Sozietät/Gemeinschaftspraxis oder der gestreckten Übertragung einer Einzelpraxis im Zweistufenmodell vorzugehen. Danach erwarb der künftige Sozietätspartner bzw. Unternehmensnachfolger in der ersten Stufe einen kleinen Anteil an der Einzelpraxis.
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Bundesfinanzhof
Der BFH hat mit Beschluss vom 12.10.04 (V R 54/03,
Abruf-Nr. 043308
) entschieden, dass eine Dental-Hygienikerin nach § 4 Nr. 14 UStG steuerfreie Umsätze im Auftrag eines Zahnarztes ausführen kann. Die von ihr erbrachten Leistungen sind Umsätze aus einer ähnlichen heilberuflichen Tätigkeit. Wer zum Zwecke der Diagnose den Erkrankungsgrad bei kariöser Zerstörung der Zähne und des Knochenabbaus und die Hygienesituation im Mundraum des Patienten analysiert, behandelt eindeutig mit einer ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Sozietätseintritt
Seit der Entscheidung des BGH vom 7.4.03 kann der Eintritt in eine bestehende Sozietät für den Eintretenden zur Haftungsfalle werden: Der BGH hat entschieden, dass neuerdings derjenige, der in eine schon bestehende Sozietät eintritt, mit seinem Privatvermögen auch für die schon vor seinem Eintritt bestehenden Verbindlichkeiten der Sozietät haftet (BGH 7.4.03, DStR 03, 1084, 1087). Dies ergibt sich aus einer Analogie zu § 130 HGB, der dieselbe Haftungsfolge für Personengesellschaften ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Bundesfinanzhof
Beteiligt sich eine vermögensverwaltende Personengesellschaft (Obergesellschaft) mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung an einer gewerblich tätigen anderen Personengesellschaft, so hat das nicht zur Folge, dass die gesamten Einkünfte der Obergesellschaft als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gelten - so der BFH mit Urteil vom 6.10.04 (IX R 53/01,
Abruf-Nr. 042953
).
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Altersvorsorge
Das Alterseinkünftegesetz hat eine Reihe von Änderungen mit sich gebracht (siehe PFB 04, 50ff.). Freiberufler können ab dem 1.1.05 bis zu einer Höhe von 20.000 EUR (bei Ehepaaren 40.000 EUR) bestimmte Beiträge zur Altersvorsorge steuerlich geltend machen. Der folgende Beiträge erläutert die Besonderheiten, die der Freiberufler bei Einzahlung seiner Beiträge in das berufsständische Versorgungswerk beachten sollte.
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus PFB · Umsatzsteuer
Wer in einem Heil- oder Heilhilfsberuf der Humanmedizin tätig ist, geht davon aus, dass seine Tätigkeit nicht nur als „Freiberufliche Einkünfte“ i.S.v. § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG qualifiziert werden, sondern zudem seine Umsätze durch die Befreiungsnorm des § 4 Nr. 14 UStG von der Umsatzbesteuerung verschont bleiben. Auch wenn diese Annahmen häufig zutreffen, existieren doch zahlreiche Ausnahmen, wie ein Blick in Verwaltungsanweisungen und finanzgerichtliche Entscheidungen der jüngeren ...
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