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  • · Fachbeitrag · Implantologie

    Klinischer Fall: Therapie einer Periimplantitis mittels Implantatplastik

    von Isabel Baumann, Betriebswirtin (Dipl. VWA), Praxismanagerin, Mülsen, praxiskonzept-baumann.de

    Zahnimplantate zählen zu den sichersten Verankerungsformen für Zahnersatz: Nach einer Metaanalyse der Universität Mainz waren 88 Prozent der untersuchten Implantate auch nach 20 Jahren post Insertion noch in situ (Leseprobe im ZR 02/2025, Seite 3, Abruf-Nr. 50271623). Doch auch an Implantaten kann sich das umliegende Gewebe entzünden. Periimplantäre Gewebeschädigungen durch inflammatorische Prozesse entstehen oft durch Biofilmbildungen. Eine Möglichkeit zur Behandlung der Periimplantitis ist die Implantatplastik. Wie diese abgerechnet wird, zeigt dieser Beitrag anhand eines Fallbeispiels.

    Ausgangssituation und Behandlungsablauf

    Ein 57-jähriger privat versicherter Patient stellt sich mit Beschwerden am Implantat regio 34 in der Praxis vor. Nach eingehender Diagnostik und röntgenologischer Auswertung wird bei dem Patienten eine Periimplantitistherapie mit Implantatplastik durchgeführt.

     

    Behandlungsablauf

    Datum
    Zahn/Region
    GOZ

    09.04.

    Symptombezogene Untersuchung, wegen Beschwerden am Implantat 34

    Ä5

    34

    Röntgendiagnostik zur Kontrolle der Knochenstruktur mit Zahnfilm und Auswertung

    Ä5000

    OK/UK

    Parodontaler Screening Index

    4005

    OK/UK

    Parodontalstatus des gesamten Gebisses erstellt

    4000

    Beratung über mögliche Therapiealternativen und Empfehlung der Periimplantitisbehandlung mit Implantatplastik (Dauer 9 Minuten)

    Ä1

    18–28,

    38–48

    Entfernung harter und weicher Beläge

    18 x 4050

    14 x 4055

    33–35

    Taschenspülung mit CHX-Lösung zur Keimreduktion

    4020

    34

    Einbringen von CHX-Gel am Implantat

    § 6 Abs. 1

    13.04.

    31–38

    Professionelle Zahnreinigung

    8 x 1040

    41–48, 26–28, 16, 17, 18

    Nachkontrolle und Nachreinigung nach Zahnsteinentfernung

    14 x 4060

    34

    Stabilitätsmessung der Implantate

    § 6 Abs. 1

    34

    Oberflächenanästhesie

    0080

    34

    Infiltrationsanästhesie 1 Karpule

    0090 + Mat.

    34

    Leitungsanästhesie 1 Karpule

    0100 + Mat.

    33–35

    Schnittführung und Präparation Mukoperiostlappen

    34

    Implantatplastik durch suprakrestales Abtragen des Titanschraubengewindes am Implantat und Präparation, Politur, Ausspülen der Titanpartikel und Reinigung des OP-Gebietes

    § 6 Abs. 1

    34

    Repositionierung des Mucoperiostlappens durch 3 Nähte und primäre Wundversorgung mit plastischem Verband

    15.04.

    34

    Kontrolle der Wunde

    3290

    34

    Wundbehandlung durch Spülung und Auftragen einer desinfizierenden Salbe

    3300