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·Fachbeitrag ·Prothetik

Prothesenunterfütterung: Nrn. 5290 und 5180 GOZ auch für Auftragen eines Lacksprays berechnungsfähig?

| FRAGE: Mit großem Interesse habe ich Ihren Beitrag zur Unterfütterung gelesen (PA 11/2018, Seite 15). Dazu hätte ich folgende Frage: Sind die Nrn. 5290 und 5180 GOZ auch berechnungsfähig, wenn wir in der Praxis nur die Prothesenränder bearbeiten und auf die Prothese als Vorbereitung für die Unterfütterung ‚Sili‘-Lackspray auftragen? Kann man dieses Vorgehen als ‚Umarbeiten der Prothese zum Funktionslöffel‘ bezeichnen und abrechnen?“ |

 

Antwort: Mir ist das ‚Sili‘-Lackspray nicht geläufig. Aufgrund Ihrer Schilderung des Vorgangs sage ich klar Nein. Das Ziel der funktionellen Abformung muss im Vordergrund stehen. Zu betrachten sind die Inhalte der Leistungen nach Nr. 5290/5300 GOZ und Nr. 5180/5190 GOZ:

 

Zur Anpassung der Prothesenbasis erfolgt die Unterfütterung nach Nr. 5290/5300 GOZ: Klassisch wird ein Haftlack aufgetragen und z. B. mit einer Polyethermasse abgeformt.

 

Um die Abrechnung der funktionellen Abformung (Nr. 5180/5190 GOZ) zu rechtfertigen und auch den tatsächlichen Sinn zu erfüllen, bedarf es eines klar definierten Zwischenschritts, wie z. B. das Anrauen der Prothesenränder, ggf. Abtragung störender Stellen (BEB Umarbeiten der Prothese zum Funktionellen Löffel). Danach erfolgt die Abformung mit einer festeren Masse nur im Bereich der Prothesenränder, um den Funktionsrad zu gestalten. Abschließend wird die Feinstruktur abgeformt. Zudem sollte eine Indikation für die Zwischenschritte dokumentiert sein. Diese Indikation trifft der Zahnarzt für sich selbst.

 

Beantwortet von Jasmin Klecker, AbrechnungsArt, abrechnungsart.de

Quelle: ID 46497105