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01.08.2007 | Zahnersatz

Wie können wir eine Abformung unter Verwendung von Trennfolie abrechnen?

Frage: „Wir verwenden für unsere Präparationsabformungen eine Trennfolie. Diese wird bei der Präparation auf den Vorabdruck gelegt, da der Abdruck für die zweite Abformung nur noch gering beschnitzt werden muss. Können wir dafür die Bema-Nr. 98a bei GKV-Patienten und die GOZ-Nr. 517 für Privatpatienten berechnen? 

 

Antwort: Die Bema-Nr. 98a können Sie dafür bei GKV-Patienten nicht berechnen. Laut Abrechnungsbestimmung der Bema-Nr. 98a darf die Gebühr nur für individuelle Abformungen abgerechnet werden, wenn der übliche Löffel nicht ausreicht. Dies gilt allerdings nicht bei der Versorgung mit einer Einzelkrone nach Bema-Nr. 20. Die zusätzliche Berechnung von vertragszahnärztlichem Honorar bei der Anwendung besonderer Abdruckmethoden bzw. Abdruckverfahren ist nicht möglich.  

 

Wird allerdings ein individueller Abdrucklöffel auf Grund der bestimmten Abformmethode angefertigt, können Sie dafür die BEL II-Nr. 0211 (individueller Löffel) abrechnen. Zusätzlich ist auf dem Eigenlaborbeleg der Vermerk „ohne 98a“ zu dieser BEL-Position aufzubringen. Da die Trennfolie allerdings lediglich dazu dient, die Bearbeitung des Vorabdrucks zu umgehen, kann nach unserer Auffassung hierfür auch nicht die BEL-Position 0211 angesetzt werden.  

 

Die Leistungsbeschreibung der GOZ-Nr. 517 lautet: „Anatomische Abformung des Kiefers mit individuellem Löffel bei ungünstigen Zahnbogen- und Kieferformen und/oder tief ansetzenden Bändern oder spezielle Abformung zur Remontage, je Kiefer“. Daraus geht hervor, dass die alleinige Anwendung besonderer Abdruckverfahren und/oder Abdruckmethoden die Berechnung der GOZ-Nr. 517 nicht rechtfertigt. Die BZÄK (Stand Dezember 2004) vertritt dazu ebenfalls folgende Auffassung: „Der individualisierte konfektionierte Löffel ist nach der GOZ-Nr. 517 zu berechnen, wenn mit diesem Löffel eine individuelle Kieferabformung durchgeführt wird. Die alleinige Abformmethode berechtigt nicht zur Berechnung der GOZ-Nr. 517“. 

 

Auch in diesem Zusammenhang sehen wir in dem Auflegen der Folie auf die Vorabformung keine Individualisierung des Abformlöffels. Die Abformung mittels zweiphaser bzw. zweizeitiger Abformung erfordert verfahrensspezifisch immer eine Bearbeitung des Vorabdrucks. Ob dies nun mechanisch durch Beschnitzen oder durch andere Maßnahmen – wie hier durch Auflegen einer Trennfolie für eine Platzhalterschicht – geschieht, rechtfertigt unserer Meinung nach keine zusätzliche Berechnung. 

 

Quelle: Ausgabe 08 / 2007 | Seite 18 | ID 110131