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01.08.2007 | Reparaturen

Wiederherstellungs-Maßnahmen für Zahnersatz bei GKV-Patienten: Anwendung der GOZ – Teil 3

Immer häufiger fallen in den Praxen Wiederherstellungsmaßnahmen an, für die gesetzlich versicherte Patienten Festzuschüsse aus der Befundklasse 7 erhalten. Da dies allerdings insbesondere unter Einbeziehung der GOZ häufig noch zu Schwierigkeiten bei der Abrechnung führt, erläutern wir Ihnen im dritten Teil dieser Beitragsserie Wiederherstellungs-Maßnahmen, die in dieser Befundklasse aufgeführt sind. 

Befundklasse 7.3: Wiederherstellungsfähige Suprakonstruktion (Facette), je Facette

Die Befundklasse 7.3 kann sowohl eine Regelversorgung als auch eine gleich- oder andersartige Versorgung darstellen. Diese Befundklasse wird immer dann angesetzt, wenn Verblendungen innerhalb der Verblendgrenze (OK 15-25 und UK 44-34) erneuert werden. Die Facettenreparatur kann dabei direkt oder auch indirekt erfolgen. 

 

Werden vestibuläre Verblendungen an Einzelkronen innerhalb der Verblendgrenze erneuert, für die der Ausnahmefall nach Ziffer 36a der Zahnersatz-Richtlinien zutrifft (zahnbegrenzte Einzelzahnlücken, wenn keine parodontale Behandlungsbedürftigkeit besteht, die Nachbarzähne kariesfrei und nicht überkronungsbedürftig bzw. überkront sind), handelt es sich um eine Regelversorgung. Die Abrechnung des Festzuschusses erfolgt in diesen Fällen über die KZV. 

Erstes Beispiel

Direkte vestibuläre Verblendungserneuerung der implantatgetragenen Krone 14 im Mund des Patienten; implantatgetragene Krone 24 abgenommen (abgeschraubt) und zur indirekten vestibulären Verblendungsreparatur ins Labor gegeben. Für beide Fälle gilt der Ausnahmefall der Ziffer 36a der Zahnersatz-Richtlinien. 

 

Zahnschema (dient nur zur übersichtlichen Darstellung)

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TP 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrechnung der Wiederherstellung der implantatgetragenen Krone 14

Festzuschuss 7.3 

Wiederherstellungsfähige Suprakonstruktion (Facette) 

Bema-Nr. 24bi  

Erneuerung oder Wiedereinsetzen einer Facette, einer Verblendschale oder dergleichen 

Materialkosten  

für die direkte Verblendungsreparatur 

 

Abrechnung der Wiederherstellung der implantatgetragenen Krone 24

Festzuschuss 7.3 

Wiederherstellungsfähige Suprakonstruktion (Facette) 

Bema-Nr. 24bi  

Erneuerung oder Wiedereinsetzen einer Facette, einer Verblendschale oder dergleichen 

BEL-Nr. 1620 

Vestibuläre Verblendung Keramik 

 

Anmerkungen

Für das Wiedereinsetzen der implantatgetragenen Krone an Zahn 24 fällt zusätzlich die Bema Nr. 24ai und der Festzuschuss 7.4 (Wiederherstellungsbedürftiger festsitzender rezementierbarer oder zu verschraubender Zahnersatz, je implantatgetragene Krone oder Brückenanker) an. 

Zweites Beispiel

Direkte linguale Verblendungserneuerung der implantatgetragenen Krone 44 im Mund des Patienten; implantatgetragene Krone 34 nach Abformung des Unterkiefers abgenommen (abgeschraubt); im UK Gegenkieferabformung für ein Planungsmodell genommen und zur indirekten Reparatur der Vollverblendung ins Labor gegeben. Für beide Fälle gilt der Ausnahmefall der Ziffer 36a der Zahnersatz-Richtlinien. 

 

Zahnschema (dient nur zur übersichtlichen Darstellung)

TP 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Abrechnung der Wiederherstellung der implantatgetragenen Krone 44

Festzuschuss 7.3 

Wiederherstellungsfähige Suprakonstruktion (Facette) 

GOZ-Nr. 232  

Wiederherstellung einer Krone, eines Brückenankers, einer Verblendschale oder Verblendung an festsitzendem Zahnersatz, ggf. einschließlich Wiedereingliederung und Abformung 

Materialkosten  

für die direkte Verblendungsreparatur 

 

Abrechnung der Wiederherstellung der implantatgetragenen Krone 34

Festzuschuss 7.3 

Wiederherstellungsfähige Suprakonstruktion (Facette) 

GOZ-Nr. 232 

Wiederherstellung einer Krone, eines Brückenankers, einer Verblendschale oder Verblendung an festsitzendem Zahnersatz, ggf. einschließlich Wiedereingliederung und Abformung 

GOZ-Nr. 005 

Abformung eines Kiefers für ein Situationsmodell, auch Teilabformung, einschließlich Auswertung zur Diagnose oder Planung 

Materialkosten 

Abformmaterial 

BEB-Nr. 0002  

Modell aus Superhartgips 

BEB-Nr. 0008 

Modell für Facette 

BEB-Nr. 0402 

Modellmontage in Mittelwertartikulator I 

BEB-Nr. 8222 

Leistungseinheit, Instandsetzen Keramikverblendung 

BEB-Nr. 8208 

Leistungseinheit, Nachbereiten Keramikverblendung 

 

Anmerkungen

Für das Wiedereinsetzen der implantatgetragenen Krone an Zahn 34 fällt zusätzlich der Festzuschuss 7.4 (Wiederherstellungsbedürftiger festsitzender rezementierbarer oder zu verschraubender Zahnersatz, je implantatgetragene Krone oder Brückenanker) an. Allerdings kann bei dieser implantatgetragenen Krone für das Wiedereinsetzen der Krone weder eine Bema-Position noch eine GOZ-Gebühr berechnet werden, da diese Maßnahme bereits in der GOZ-Nr. 232 enthalten ist. In beiden Fällen handelt es sich auf Grund der Ausnahmefälle und der Verblendungsreparaturen außerhalb der Verblendungs-Richtlinien um gleichartige Versorgungen. Die Abrechnung der Festzuschüsse erfolgt über die KZV. 

 

Bei Reparaturen von Verblendungen innerhalb der Verblendgrenzen an implantatgetragenem Zahnersatz, der nicht unter einen der Ausnahmefälle zu Ziffer 36a der Zahnersatz-Richtlinien fällt, gilt die Wiederherstellung als andersartige Versorgung. Die Abrechnung erfolgt im Rahmen der Direktabrechung ebenfalls auf Grundlage der GOZ. 

 

Für Verblendungsreparaturen an den Zähnen 18 bis 16, 28 bis 26, 48 bis 45 und 35 bis 38 erhält der gesetzlich versicherte Patient keinen Festzuschuss. Diese Wiederherstellungsmaßnahmen werden ebenfalls rein privat nach der GOZ berechnet. Wenn in diesen Fällen der implantatgetragene Zahnersatz ausschließlich auf Grund der Verblendungsreparatur entfernt und wiedereingesetzt werden muss, sind auch diese Leistungen komplett auf privater Basis und ohne Festzuschuss abzurechnen. 

 

(Beitrag wird fortgesetzt) 

 

Quelle: Ausgabe 08 / 2007 | Seite 8 | ID 110125