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Privatliquidation

Abrechnung der GTR-Technik bei der PA-Behandlung: DGP rückt von ihrer Empfehlung ab

Schon mehrfach haben wir in„Privatliquidation aktuell“ über die Abrechnung derGTR-Technik bei der PA-Behandlung berichtet (unter anderem Nr. 11/95,Seiten 1 ff., und Nr. 8/96, S. 9). Wir haben in unserenVeröffentlichungen wiederholt auf die Empfehlung der DeutschenGesellschaft für Parodontologie (DGP) hingewiesen.

DGP-Empfehlung vom April 1990

Die DGP hatte in ihren Nachrichten Nr. 1/90 vomApril 1990 folgende Empfehlung gegeben: Da die gesteuerteRegenerations-Behandlung (GTR-Technik) im Rahmen derParodontalbehandlung im Leistungskatalog der GOZ 1988 nicht enthaltenist und erst nach dem 1. Januar 1988 in die Praxis eingeführtwurde, kann dieses Verfahren nur analog nach § 6 Abs. 2 berechnetwerden. Die Abrechnung folgender GOZ-Nummern wird empfohlen: 409/410(Lappenoperation), 413 analog (GTR-Verfahren), 330 (Nachbehandlung),409/410 (Entfernen der Membran), 415 (Nachbehandlung). Zusätzlichsind Leistungen nach den Nrn. 008, 009 und 010 zu berechnen. Auf Grunddes Schwierigkeitsgrades des operativen Vorgehens ist einÜberschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes gerechtfertigt.Bei den Materialkosten sind nach § 4 Abs. 3 GOZ in nachgewiesenerHöhe berechnungsfähig: Ästhetikum, Goretex Membran o.a., Goretex Nahtmaterial o. a., atraumatisches Nahtmaterial.

DGP bestreitet, eine Empfehlung gegeben zu haben

Erstaunlicherweise distanziert sich die DGP jetztvon ihrer früheren Empfehlung bzw. bestreitet überhaupt, eineEmpfehlung gegeben zu haben. Dazu ein Zitat aus dem Internet-Auftrittder DGP: „Es wird immer wieder von Kostenträgernbehauptet, dass die GTR-Technik nach einer ´Empfehlung’ derDeutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP) abzurechnen sei.Die Erstattungspraktik richtet sich dabei nach dieser´Empfehlung´. DIESE AUSSAGE IST FALSCH! Die DGP ist wederrechtlich legitimiert, eine bindende Interpretation derGebührenordnung vorzunehmen, noch existiert einediesbezügliche Empfehlung der DGP.“ Zwar empfiehlt die DGP weiterhin die Analogabrechnung, jedoch nennt sie keine konkreten GOZ-Ziffern.

Abrechnungsempfehlung des GOZ-Ausschusses bei LZK Baden-Württemberg

Die Redaktion hat bereits vor Monaten die DGP aufdiesen Widerspruch hingewiesen, bislang jedoch keinerlei Antworterhalten. Dennoch bleiben wir bei unserer Abrechnungsempfehlung, diebeispielsweise auch von der LandeszahnärztekammerBaden-Württemberg in einem Beschluss des GOZ-Ausschusses vom 6.März 1998 geteilt wird. Hier wird vorgeschlagen, das Einbringeneiner Membran analog nach § 6 Abs. 2 GOZ mit der Nr. 413 jeMembran (2,3fach = 113,85 DM) abzurechnen. Das Entfernen einer Membran(einschließlich möglicher Befestigungen) sollte demnachanalog GOÄ-Nr. 2010 (Entfernung eines tiefsitzendenFremdkörpers auf operativem Wege aus Weichteilen und/oder Knochen,je Membran, zuzüglich Op-Zuschlag 442 = 45,60 DM) berechnetwerden. Einige Abrechnungskommentare empfehlen jedoch, die GOÄ-Nr.2442 analog (Einbringen von alloplastischem Material zurWeichteilstützung, 2,3fach = 235,98 DM) nebst Op-Zuschlag Nr. 444(148,20 DM) zu berechnen.

Quelle: Privatliquidation aktuell - Ausgabe 11/2000, Seite 5

Quelle: Ausgabe 11 / 2000 | Seite 5 | ID 104602