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·Fachbeitrag ·Leserforum

Sie fragen - wir antworten!

| In diesem Beitrag beantworten wir erneut einige Fragen unserer Leser. |

Distaler Kunststoffflügel und Befestigung: Abrechnung?

Frage: „Für folgenden Fall bitte ich Sie um Unterstützung. Befund: 15 kw, 14 Implantat in der Einheilphase, Behandlung: 15 -13 Langzeitprovisorium, 13 distaler Kunststoffflügel mit Befestigung nach der Schmelz-Dentin-Adhäsiv-Technik. Was kann ich für den distalen Kunststoffflügel und die Befestigung berechnen?“

 

Antwort: Die sogenannten „Flügelprovisorien“ sind Analogleistungen im Sinne des § 6 Abs. 1 der GOZ, da die GOZ nur Gebühren für direkt hergestellte provisorische Kronen, Brückenanker oder Brückenglieder enthält. Als Analoggebühr ist dann eine nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertige Leistung zu wählen. Denkbar wäre die GOZ-Nr. 5150a.

Entnahme von Abstrichmaterial bei Paro-Bakterien-Test

Frage: „Was fällt für die Entnahme von Abstrichmaterial im Rahmen eines Paro-Bakterien-Tests an?“

 

Antwort: Die Entnahme von Abstrichmaterial bei einem Paro-Bakterien-Test ist Inhalt der GOÄ-Nr. 298 (Entnahme und gegebenenfalls Aufbereitung von Abstrichmaterial zur mikrobiologischen Untersuchung - gegebenenfalls einschließlich Fixierung). Die Leistung fällt dann einmal pro gesamtem Entnahmevorgang und pro benutzter Papierspitze an. Die Materialkosten für die Sonde sind nicht zusätzlich abrechenbar. Der Test selbst sollte vom Labor direkt mit dem Patienten abgerechnet werden.

Wiederbefestigung eines Retainers im Notdienst

Frage: „Wir haben bei einem Privatpatienten im Notdienst einen Retainer wiederbefestigt, der sich an Zahn 43 gelöst hat. Was können wir berechnen?“

 

Antwort: Für das Wiederbefestigen eines Retainers gibt es weder in der GOZ noch GOÄ eine Position, sodass nur die Analogabrechnung in Betracht kommt. Denkbar wäre GOZ-Nr. 6100a mit angepasstem Steigerungsfaktor.

Röntgenaufnahme: Kopieren und Brennen auf einer CD

Frage: „Das Kopieren und Brennen von Röntgenaufnahmen auf CD ist zeitaufwendig und mit Kosten verbunden. Weder in der GOZ noch im BEMA gibt es Abrechnungsziffern. Wie können diese Kosten geltend gemacht werden?“

 

Antwort: Für Fotokopien der Röntgenaufnahmen steht dem Zahnarzt eine Vergütung nach den §§ 611 und 612 BGB zu. Werden Röntgenaufnahmen also in Kopie direkt an einen Patienten oder an eine Krankenversicherung - nach Entbindung von der Schweigepflicht durch den Patienten - ausgehändigt, kann der Behandler diese Kosten nach tatsächlichem Aufwand geltend machen. Anders wiederum verhält es sich, wenn Röntgenaufnahmen an einen Gutachter auf einer CD ausgehändigt werden und es sich dabei um ein Gutachterverfahren für GKV-Patienten handelt. Dann sind das Kopieren und die Kosten für den Datenträger nicht zusätzlich abrechenbar.

Quelle: Ausgabe 01 / 2015 | Seite 17 | ID 43098521