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Leserforum
Patient wünscht Anfertigung einer Duplikatprothese - wie abrechnen?
Frage: "Welche Möglichkeiten habe ich bei der Bemessung des Zahnarzt-Honorars bei einem GKV-Patienten, der die Anfertigung einer Dupli-katprothese wünscht? Welche formalen Rahmenbedingungen sind vor Abschluss des Behandlungsvertrages zu beachten?"
Antwort: Nach den geltenden Zahnersatz-Richtlinien ist ein neuer Zahnersatz nicht angezeigt, wenn der vorhandene Zahnersatz noch funktionstüchtig ist oder die Funktionstüchtigkeit wiederhergestellt werden kann. Eine Duplikatprothese ist somit nicht Bestandteil der vertragszahnärztlichen Versorgung. Sie muss daher mit dem Patienten privat vereinbart werden. Hierfür bietet sich die Verwendung der Vereinbarung nach "Muster 3" an, worin der Patient losgelöst von den bestehenden Verträgen im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung eine prothetische Versorgung auf eigene Kosten wünscht. Berechnungsgrund-lage hierfür ist dann die GOZ (Abschnitt F).
Aber auch hier sind gewisse Vorgaben zu beachten, denn nach § 1 Abs. 2 der GOZ darf der Zahnarzt Vergütungen nur für Leistungen berechnen, die nach den Regeln der zahnärztlichen Kunst für eine zahnmedizinisch notwendige Versorgung erforderlich sind. Leistungen, die über das Maß einer zahnmedizinisch notwendigen Versorgung hinausgehen, darf er nur berechnen, wenn sie auf Verlangen des Zahlungspflichtigen erbracht worden sind. Um eine solche "Verlangensleistung" handelt es sich bei einer Duplikatprothese. Da für die prothetische Versorgung Ziffern in der GOZ enthalten sind, ist keine Vereinbarung nach § 2 Abs. 3 GOZ zu treffen. Die Verlangensleistung ist als solche in der Rechnung zu bezeichnen.
Quelle: Privatliquidation aktuell - Ausgabe 08/2004, Seite 17
Quelle: Ausgabe 08 / 2004 | Seite 17 | ID 104960