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Leserforum
Darf der Kostenerstatter die Artikelnummern der verwendeten Implantate verlangen?
Frage: "Die Zusatzversicherung eines Patienten - die Allianz - verlangt, nachdem unser Patient die Rechnung eingereicht hatte, vor der Erstattung die Artikelnummern der verwendeten Implantate. Sind wir verpflichtet, der Versicherung derartige Auskünfte zu erteilen?"
Antwort: Für die Anforderung von Einkaufsbelegen durch die Versicherung besteht keine rechtliche Grundlage. Der amtliche Text der GOZ fordert und gestattet bei der Rechnungsstellung in § 10 Abs. 3 S. 4 GOZ die Beifügung von Belegen lediglich für die in § 10 Abs. 2 Nr. 5 GOZ genannten Auslagen für zahntechnische Leistungen gemäß § 9 GOZ. Verbrauchsmaterialien gehören nicht dazu.
Verbrauchsmaterialien wie Implantate und Implantatteile werden im Rahmen einer Vorratshaltung jeweils in größeren Mengen eingekauft. Diese Bevorratung ist zwingend notwendig, da nie mit letzter Sicherheit vorausgesehen werden kann, was und welche Menge für die einzelne Behandlung erforderlich ist. Die Berechnung erfolgt dann im Rahmen der Liquidation als Ersatz von Auslagen gemäß § 3 GOZ und § 670 BGB in Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten.
Ein Belegnachweis hätte zudem für die Versicherung nur dann einen Sinn, wenn dieser Einkaufsbeleg jeweils auf den Namen des Patienten ausgestellt wäre. Die Weitergabe von Patientendaten an Lieferfirmen ist jedoch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich und hätte zivil- und strafrechtliche Konsequenzen für den Zahnarz
Quelle: Privatliquidation aktuell - Ausgabe 10/2004, Seite 18
Quelle: Ausgabe 10 / 2004 | Seite 18 | ID 104991