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·Fachbeitrag ·Kostenerstattung

Die Gestaltung der Steigerungsfaktoren, Teil 3: Was bei Füllungsleistungen zu beachten ist

von Sabine Schmidt, Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum (DZR GmbH)

| Dieser dritte Teil der Beitragsserie zu Begründungen befasst sich mit mit den Füllungsleistungen. In der Tabelle stellen wir die folgenden Faktoren gegenüber: Faktor bei Berechnung des 1,0/2,3/3,5-fachen Satzes; Ø des Faktors laut KZBV-Jahrbuch 2015; Ø des bundesweit angesetzten Faktors laut BenchmarkPro Professional DZR GmbH. |

 

 

GOZ-Nr.
Leistungstext
Faktor 1,0
Faktor 2,3
Faktor 3,5
KZBV-Jahrbuch
BenchmarkPro Professional

2050

Restauration mit plastischem Material, einflächig

11,98

27,55

41,93

2,35

2,4

Das BEMA-Niveau der 13a wird erst bei Berechnung des 2,7 fachen Gebührensatzes erreicht.

2060

Restauration mit Kompositmaterial in Adhäsivtechnik, einflächig

29,64

68,17

103,74

2,39

2,6

2070

Restaur. mit plastischem Material, zweiflächig

13,61

31,30

47,64

2,42

2,5

Das BEMA-Niveau der 13b wird erst bei Berechnung des 2,9 fachen Gebührensatzes erreicht.

2080

Restauration mit Kompositmaterial in Adhäsivtechnik, zweiflächig

31,27

71,27

109,45

2,59

2,8

2090

Restauration mit plastischem Material, dreiflächig

16,70

38,42

58,46

2,47

2,6

Das BEMA-Niveau der 13c wird erst bei Berechnung des 3,0 fachen Gebührensatzes erreicht.

2100

Restauration mit Kompositmaterial in Adhäsivtechnik, dreiflächig

36,11

83,05

126,38

2,66

2,9

2110

Restauration mit plastischem Material, größer als dreiflächig

17,94

41,26

62,79

2,52

2,7

Das BEMA-Niveau der 13d wird erst bei Berechnung des 3,3 fachen Gebührensatzes erreicht.

2120

Restauration mit Kompositmaterial in Adhäsivtechnik, größer als dreiflächig

43,31

99,60

151,57

2,68

2,9

2130

Kontrolle, Finieren/Polieren einer Restauration

5,85

13,45

20,47

2,05

2,1

2150

Einlagefüllung, einflächig

64,17

147,60

224,60

2,67

3,0

2160

Einlagefüllung, zweiflächig

76,26

175,41

266,93

2,97

3,2

2170

Einlagefüllung, mehr als zweiflächig

96,12

221,07

336,41

3,00

3,2

 

Eine Hilfestellung bei der Formulierung bietet ein für die Praxis individuell erstellter Begründungskatalog. Nachfolgend erhalten Sie zu o. g. Leistungen beispielhafte Begründungen (Quelle: Begründungsmanager DZR GmbH).

 

GOZ-Nrn. 2050, 2070, 2090, 2110
  • Überdurchschnittlich hoher Zeitaufwand …
  • … durch extrem erhöhten Muskeltonus der Wangenmuskulatur
  • … durch enorme motorische Instabilität der Zunge
  • … durch stark vermehrten Speichelfluss - dadurch zeitaufwendige Trockenlegung des Behandlungsfelds erforderlich
  • Überdurchschnittlich hoher Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand …
  • … wegen aufwendigen Entfernens der bestehenden Füllung
  • w… durch den extrem gingivanahen Kavitätenrand
  • … wegen schwierigem Anpassen der Füllung an bestehende Halte-/Stützelemente des abnehmbaren Zahnersatzes
GOZ-Nrn. 2060, 2080, 2100, 2120
  • Überdurchschnittlich hoher Zeitaufwand …… durch stark vermehrten Speichelfluss zeitaufwendige Trockenlegung des Behandlungsfelds notwendig
  • Überdurchschnittlich hoher Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand …… wegen sehr aufwendigen Entfernens der bestehenden Füllung
  • … wegen starker subgingivaler Ausdehnung der Kavität
  • … wegen ausgeprägter Wurzelkaries
  • … wegen stark ausgeprägter zirkulärer Karies
  • … wegen extrem tiefer Approximalkavität
  • t… wegen zusätzlicher Anwendung besonderer Verfahren zur Verdichtung des Füllungsmaterials… wegen extremen Aufwands bei der Gestaltung des Eckenaufbaus aufgrund sehr schwieriger Bissverhältnisse
GOZ-Nr. 2130
  • Überdurchschnittlich hoher Zeitaufwand …
  • … durch extrem erhöhten Muskeltonus der Wangenmuskulatur
  • … durch stark ausprägten Brech- und Würgereiz
  • … durch sehr starken Speichelfluss - dadurch ständige und wiederholte Trockenlegung des Behandlungsfelds erforderlich
  • Überdurchschnittlich hoher Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad …
  • … durch aufwendiges Finieren/Polieren der sehr großflächigen, umfangreichen Restauration
  • … durch aufwendiges Polieren/Finieren des schwer zugänglichen subgingivalen Anteils der Restauration
  • … durch aufwendige Neukonturierung einer alten Restauration
  • … durch erschwerten Zugang durch starke Kippung der Zähne
  • … durch erschwerten Zugang durch extremen Engstand der Zähne
GOZ-Nrn. 2150, 2160, 2170
  • Überdurchschnittlich hoher Zeitaufwand …
  • … durch extrem erhöhten Muskeltonus der Wangenmuskulatur
  • … durch enorme motorische Instabilität der Zunge
  • … durch sehr starken Speichelfluss - dadurch ständige und wiederholte Trockenlegung des Behandlungsfelds erforderlich
  • Überdurchschnittlich hoher Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand …
  • … wegen extrem aufwendigen Entfernens der bestehenden Füllung
  • … wegen extrem subgingivaler Ausdehnung der Kavität
  • … wegen sehr schwer einsehbarer Kavität
  • … wegen zusätzlicher Verwendung oszillierender, ultraschallgetriebener oder lasergestützter Präparationsinstrumente
  • … wegen zusätzlichen Einsatzes chemomechanischer Mittel bei der Kariesentfernung
  • … wegen zusätzlicher Anwendung besonderer Methoden zur Überprüfung der vollständigen Kariesentfernung
  • … wegen extrem erschwerten Zugangs bei starker Zahnkippung
  • … wegen aufwendiger Aufbaufüllung in der Präparationssitzung zum Ausgleich unterminierender Stellen
  • … wegen aufwendiger Aufbaufüllung in Mehrschicht-Adhäsivtechnik in der Präparationssitzung zum Ausgleich unterminierender Stellen
  • … wegen extrem aufwendiger individueller Farbcharakterisierung
  • … wegen zusätzlich erforderlicher optoelektronischer Farbbestimmung
  • … wegen besonders hoher Anforderungen an die farbliche Anpassung im Frontzahnbereich
  • … wegen individueller Farbanpassung des Befestigungskomposits bei der Adhäsivtechnik
  • … wegen aufwendiger okklusaler Feinjustierung gnathologischer Kauflächen
  • … wegen aktiven Zementierens
  • … wegen direkter Modellation der Einlagefüllung z. B. aus Wachs
  • … wegen minimalinvasiver Präparation durch diagnostizierte voluminöse Pulpa
  •  
  • Stark erhöhte(r) Zeitaufwand und Schwierigkeit, bedingt durch besondere Präparationstechnik für ein Keramikinlay
  • Stark erhöhte(r) Zeitaufwand und Schwierigkeit, bedingt durch besondere Präparationstechnik für ein CEREC-Inlay
 
Quelle: Ausgabe 12 / 2016 | Seite 9 | ID 44378823