logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

01.08.2007 | Gesetzgebung

Bundesministerium informiert über die Arbeiten und den Fahrplan zur neuen GOZ

Am 3. Juli 2007 informierte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) Marion Caspers-Merk über den aktuellen Stand zur Novellierung der GOZ. 

 

Ende 2006 konnte ein Entwurf zum Leistungskatalog fertig gestellt werden (siehe hierzu den Folgebeitrag), der im März 2007 auf Bitten der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) mit einer von dieser erstellten Honorarordnung für Zahnärzte (HOZ) auf Vollständigkeit abgeglichen wurde. Daraufhin seien jedoch nur einige wenige Ergänzungen und Korrekturen in den GOZ-Entwurf aufgenommen worden. Im April und Mai 2007 wurden Vorschläge der Kostenträgerseite und der BZÄK zum Allgemeinen Teil der GOZ beraten. 

 

Im Juni 2007 standen die relativen Bewertungen (Punktzahlen) der einzelnen GOZ-Leistungen zur Debatte. Um die finanziellen Auswirkungen der GOZ-Novelle abschätzen zu können, erfolgt derzeit eine Umschlüsselung der Leistungen der neuen GOZ im Vergleich zur geltenden GOZ. Das Ergebnis wird im August 2007 beraten werden – auch im Vergleich zu den vertragszahnärztlichen Leistungen. Der Referentenentwurf soll im vierten Quartal 2007 vorgelegt werden, um das Verordnungsverfahren im ersten Halbjahr 2008 abschließen zu können. 

 

Das BMG geht davon aus, dass sich die Leistungsbeschreibungen und die Abrechnungsbestimmungen insbesondere bei den zahnärztlichen Standardleistungen in der vertrags- und privatzahnärztlichen Vergütung nicht wesentlich voneinander unterscheiden dürften. Daher sollen Teile des Gebührenverzeichnisses der neuen GOZ maßgeblich auf den Strukturen des aktuellen Bema aufbauen. Rund zwei Drittel der Gebührenpositionen der neuen GOZ entsprechen daher den vergleichbaren zahnärztlichen Leistungen des Bema. Auch das wertmäßige Verhältnis der Leistungen untereinander wird aus dem Bema 2004 in die neue GOZ übertragen. Damit sollen die dem Bema zugrunde liegenden Ergebnisse der Zeitmessstudien und der beim Bema vereinbarte Vergütungsansatz auch den Kern des Bewertungsgefüges der neuen GOZ bilden.  

 

Änderungen im Allgemeinen Teil der GOZ können sich auch auf eine spätere Novelle der GOÄ auswirken. Hier prüft das BMG derzeit einen Vorschlag der Kostenträgerseite, in die GOZ eine so genannte Öffnungsklausel einzuführen. Dadurch würden PKVen und Beihilfestellen mit Zahnärzten oder Gruppen von Zahnärzten von der GOZ abweichende Vergütungsvereinbarungen treffen können, so dass erste wettbewerbliche Elemente in das privatzahnärztliche Gebührenrecht integriert werden. Die BZÄK habe Gelegenheit erhalten, sich zu dem Vorschlag der Kostenträgerseite zu äußern. Diese soll in die laufende Prüfung einbezogen werden. 

 

 

Quelle: Ausgabe 08 / 2007 | Seite 1 | ID 110128