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01.06.2007 | Beispiele zur Anhebung des Steigerungsfaktors

Spezifische Begründungen zur Faktorsteigerung Funktionsanalytische Maßnahmen – Teil 2

In der letzten Ausgabe von „Privatliquidation aktuell“ haben wir Ihnen mögliche Begründungen zur Anhebung des Steigerungsfaktors bei funktionsanalytischen Maßnahmen der GOZ-Nrn. 800 bis 805 vorgestellt. Der folgende zweite Teil des Beitrages beinhaltet Begründungsbeispiele für funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen nach den GOZ-Nrn. 806 bis 810 aus dem Abschnitt J der GOZ. 

 

GOZ-Nr. 806 

Registrieren von Unterkieferbewegungen zur Einstellung voll adjustierbarer Artikulatoren und Einstellung nach den gemessenen Werten 

Mögliche Begründungen zur Faktorsteigerung

 

  • Die Registrierung der Unterkieferbewegungen erforderte bei Herrn/Frau XY durch den besonders hohen apparativen Aufwand (zum Beispiel bei elektronischen Verfahren) einen extremen Zeitaufwand.

 

  • Bedingt durch die besonders starke Desorientierung des gesamten Kausystems bei Patient XY erforderte die Registrierung einen extremen Zeitaufwand. Aufgrund des geringen Restzahnbestandes wurden weitere Maßnahmen unter Einsatz paraokklusaler Löffel zur zusätzlichen Registration von Parafunktionen erforderlich.

 

GOZ-Nr. 807 

Aufbau einer individuellen Frontzahnführung im Artikulator einschließlich Material- und Laborkosten 

Mögliche Begründungen zur Faktorsteigerung

 

  • Die Behandlungsmaßnahme bei Patient XY erforderte einen weit überdurchschnittlichen Zeitaufwand, da die derzeitige Situation besonders stark von der Ausgangsituation abweicht. Durch die umfangreiche Vorgabe des Bewegungsmusters, des Designs und der Funktionsraumbewegungen lag insgesamt ein äußerst schwieriger Behandlungsfall vor.

 

  • Der Verlust der vorhandenen Frontzahnführung erforderte bei Patient XY einen Aufbau, der mit einem extremen Zeitaufwand einherging, da mit dem Aufbau und der Neuerstellung der individuellen Frontzahnführung ein großer Teil des gesamten desorientierten Kausystems wiederhergestellt werden musste.

 

GOZ -Nr. 808 

Diagnostische Maßnahmen an Modellen im Artikulator, einschließlich subtraktiver oder additiver Korrekturen, Befundauswertung und Behandlungsplanung  

Mögliche Begründungen zur Faktorsteigerung

 

  • Die extrem schwierigen Einschleifmaßnahmen bei der Durchführung mehrerer Behandlungsmethoden durch additive Korrekturen erforderten bei Patient XY einen weit über dem Durchschnitt liegenden Zeitaufwand.

 

  • Bei Herrn/Frau XY erforderten die extrem umfangreichen Maßnahmen einen übermäßigen Zeitaufwand, was darauf beruhte, dass die Erprobung einer neuen Okklusion zahlreiche subtraktive und additive Maßnahmen in Kombination erforderlich machte.

 

GOZ-Nr. 809 

Diagnostischer Aufbau von Funktionsflächen am natürlichen Gebiss, am festsitzenden und/oder herausnehmbaren Zahnersatz 

Mögliche Begründungen zur Faktorsteigerung

 

  • Der diagnostische Aufbau der Funktionsflächen bei Herrn/Frau XY war mit einem zusätzlichen Zeitaufwand verbunden, da die Aufbauten mittels Anwendung der Säure-Ätz-Technik erfolgten.

 

  • Aufgrund der besonders schwierigen und zahlreichen additiven Maßnahmen erforderte die Behandlung bei Herrn/Frau XY einen zusätzlichen und extremen Zeitaufwand. Bedingt durch die besonders ausgeprägte Dysgnathie war die aufwändige funktionsorientierte morphologische Kauflächengestaltung unumgänglich.

 

GOZ-Nr. 810 

Systematische subtraktive Maßnahmen am natürlichen Gebiss, am festsitzenden und/oder herausnehmbaren Zahnersatz, je Zahnpaar 

Mögliche Begründungen zur Faktorsteigerung

 

  • Bedingt durch wiederholte Änderung des Muskeltonus bei Herrn/Frau XY waren die subtraktiven Maßnahmen besonders schwierig und extrem zeitaufwändig.

 

  • Die Behandlung des Patienten XY verlangte ein äußerst zeitaufwändiges Vorgehen, da die Artikulationsbefunde aufgrund der vorliegenden Abrasionen mit verschiedenen Farbfolien erhoben werden mussten.

 

  • Durch die sehr starken muskulären Verspannungen und Überlagerung von mehreren Krankheiten waren die subtraktiven Maßnahmen bei Patient XY nur mittels extremen Zeitaufwands zu erbringen.

 

 

Quelle: Ausgabe 06 / 2007 | Seite 9 | ID 109913