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Metallbasis vergolden - wie abrechnen?

| FRAGE: „Wie rechnen wir das Vergolden einer Modellgussbasis ab? Die Patientin weist eine allergische Reaktion auf.“ |

 

ANTWORT: Hierbei handelt es sich um absolute Ausnahmefälle, die leider auch nicht in den Zahnersatz-Richtlinien beschrieben sind. Sofern es sich bei der Modellgussprothese um eine Regelversorgung handelt, wird diese nicht zur gleichartigen Versorgung, nur weil ein anderes Metall verwendet wird. Die Modellgussprothese bleibt Regelversorgung. Allerdings dürfen bei der Modellgussprothese keine BEB-Leistungen anfallen, was eine gewisse Schwierigkeit darstellt. Damit der Patient überhaupt die Chance auf einen Zuschuss wegen des Vergoldens erhält, muss die Allergie nachgewiesen und belegt werden. Die Mehrleistungen beim Vergolden sind dann als außervertragliche Leistungen zu kennzeichnen. Damit es auch bei der Abrechnung für die KZV nachvollziehbar ist, muss der Grund für das Vergolden der Metallbasis in jedem Fall im Bemerkungsfeld eingetragen werden.

 

Eine weitere Möglichkeit wäre eine zusätzliche Rechnung - eventuell auch nur mit den zusätzlichen Laborkosten - zur regulären Abrechnung. Hiermit könnte sich der Patient direkt an seine Krankenkasse wenden, um eine Bezuschussung zu erhalten. Außerdem wäre möglichen Komplikationen bei der Abrechnung (Fehlermeldungen des Prüfmoduls) vorgebeugt. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um die offizielle Vorgehensweise, die jedoch oft von der KZV toleriert wird. In der Regel sollen alle Leistungen (Honorar und zahntechnische Leistungen) bei der Zahnersatz-Versorgung auf einer Rechnung aufgeführt sein. Ggf. ist eine Absprache mit Ihrer KZV ratsam.

Quelle: Ausgabe 03 / 2016 | Seite 16 | ID 43889886