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·Fachbeitrag ·Privatliquidation

GOZ-Nummern im Visier, Teil 5: Nr. 9010

| Im fünften Teil dieser Beitragsserie befasst sich „Privatliquidation aktuell“ - PA - mit der Abrechnung der GOZ-Nr. 9010, die mit der GOZ-Novellierung einige Änderungen mitbrachte. |

 

  • Leistungslegende, Punktzahl und die Gebühren
GOZ-Nr.
Leistung
Punktzahl
Gebühr in Euro(Faktoren)

9010

Implantatinsertion, je Implantat; Präparieren einer Knochenkavität für ein enossales Implantat, Einsetzen einer lmplantatschablone zur Überprüfung der Knochenkavität (zum Beispiel Tiefenlehre), ggf. einschließlich Knochenkondensation, Knochenglättung im Bereich des Implantates, Einbringen eines enossalen Implantates einschließlich Verschlussschraube und ggf. Einbringen von Aufbauelementen bei offener Einheilung sowie Wundverschluss

1.545

86,89 (1,0)

199,86 (2,3)

304,13 (3,5)

0530

OP-Zuschlag

123,73

 

Hier wurden gegenüber der GOZ‘88 die früheren Nrn. 901, 902 und 903 in einer Abrechnungsgebühr zusammengefasst. Das Honorar wurde um 495 Punkte gegenüber den alten Einzelpositionen angehoben. Daneben kann der OP-Zuschlag 0530 (Zuschlag bei nichtstationärer Durchführung von zahnärztlich-chirurgischen Leistungen, die mit Punktzahlen von 1.200 und mehr Punkten bewertet sind) abgerechnet werden. Abgewertet sind jedoch damit osteoplastische Eingriffe, da diese nach der alten GOZ zusätzlich abrechenbar waren und nun mit der GOZ-Nr. 9010 zum großen Teil abgegolten sind.

 

Klar definiert ist, dass das Einbringen von Aufbauelementen bei offener Implantateinheilung integraler Bestandteil der Gebührenposition und somit nicht zusätzlich als selbstständige Leistung abrechenbar ist. Ebenso wurde in den allgemeinen Bestimmungen zum Abschnitt K klargestellt, dass die primäre Wundversorgung mit der Leistung abgegolten ist. Zusätzliche Hautlappenplastiken sind beispielsweise nach den GOÄ-Nrn. 2381 bzw. 2382 abrechenbar.

 

Folgende Materialien können zusätzlich berechnet werden: atraumatisches Nahtmaterial, Implantat, Einmal-Verschlussschraube bzw. -Einheilschraube und Einmal-Fräsen.

 

Die Bundeszahnärztekammer vertritt die Auffassung, dass die Leistung nur für die Implantation von enossalen Implantaten ansetzbar ist. Andere Formen von Implantationen seien gegebenenfalls analog zu berechnen. „Eine gegebenenfalls erforderliche Knochenkondensation ist Inhalt der Leistungsbeschreibung, kann sich jedoch aufgrund des Mehraufwandes gegenüber der Durchschnittsleistung in der Wahl des Gebührenfaktors niederschlagen.“ Ebenso wird festgestellt, dass die Glättung des Kieferknochens am Insertions-Ort ebenfalls Inhalt der Leistung ist, sich jedoch auch aufgrund des Mehraufwandes gegenüber der Durchschnittsleistung in der Wahl des Gebührenfaktors niederschlagen kann.

Quelle: Ausgabe 01 / 2013 | Seite 15 | ID 37301090