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·Fachbeitrag ·Abrechnungsorganisation, Teil 3

Planungskürzelkomplexe und Dokumentationsvorlagen: So erleichtern Sie sich die Arbeit!

von Sandra Gade, Fachwirtin für zahnärztliches Praxismanagement, www.sandra-gade.de

| Dieser Beitrag befasst sich mit der optimierten Software im Abrechnungsbereich. Speziell geht es hier um die standardisierte Kostenplanung und Dokumentation mit der Hilfe von Planungskürzelkomplexen und individualisierbaren Textvorlagen. |

Für alle Behandlungsarten Kürzel anlegen und verknüpfen

Ihre Software bietet Ihnen Planungskürzel. Diese können Sie im Zahnbefund oder in der Eingabezeile eingeben. Die Software rechnet in der Kostenplanung die Leistungen anschließend so aus, wie sie im Planungskürzelkomplex programmiert sind. Fakultative Leistungen werden abgefragt. Der Vorteil ist, dass Sie immer die richtige Anzahl der Leistungen mit dem Praxisfaktor planen und praktisch nichts mehr vergessen können.

 

Die Liste der Planungskürzel kann - je nach Software - nach Ihren Bedürfnissen beliebig erweitert werden. Sie können für alle Behandlungsarten Kürzel anlegen und diese miteinander verknüpfen.

 

  • Beispiel 1: „ZK“ für Zirkonkrone

Programmierung für das Kürzel: „ZK“ für Zirkonkrone inklusive Materialien und Chairside-Laborleistungen. Die Fremdlaborleistungen sind in diesem Beispiel als Pauschale genannt. Sie könnten auch in Einzelpositionen eingegeben werden, wenn die Preisliste des Labors in die Software integriert wurde.

 
Leistungskatalog
Leistungsposition
Fakultativ
Anzahl
Faktor
Planungsregel

GOÄ

Ä1

1

2,3

je Plan

GOÄ

Ä5

1

2,3

je Plan

GOZ

0090

3

3,4

je Zahn

GOZ

0100

2

3,4

je UK-Hälfte

Material

Mat. Anästhesie

2

-

je Zahn

GOZ

4020

2

3,2

je Plan

GOZ

4050, 4055

1

2,3

je Zahn

GOZ

2290

ja

1

3,0

je Zahn

GOZ

2330

ja

1

3,4

je Zahn

GOZ

2030

2

3,2

je KH/FZ-Bereich

GOZ

2180

1

3,5

je Zahn

GOZ

2197

2

2,3

je Zahn

GOZ

2270

1

3,2

je Zahn

GOZ

5120

1

3,2

je Zahn

BEB

Hochglanzpolitur PV

1

-

je Zahn

BEB

Approximalkontakt PV

2

-

je Zahn

GOZ

2210

1

3,0

je Zahn

GOZ

5010

1

3,0

je Zahn

BEB

Zahnfarbenbestimmung

1

-

je Plan

GOZ

4040

1

2,3

je Plan

GOZ

0050

1

2,3

je Kiefer

Material

Alginat

2

-

je Kiefer

Material

Silikon

1

-

je Kiefer

BEB

Desinfektion

2

-

je Plan

BEB

Modell aus Superhartgips

1

-

je Kiefer

GOZ

5170

ja

1

2,8

je Kiefer

GOZ

8010

ja

2

2,8

je Plan

GOZ

8035

ja

1

2,3

je Plan

GOZ

8065

ja

1

2,3

je Plan

BEB

Fremdlabor 400 Euro

1

je Zahn

 

Haben Sie sich z. B. Ihren Komplex hinter dem Kürzel ZK (Zirkonkrone) optimal eingerichtet, könnten Sie sich diesen Komplex kopieren und mit dem Namen „ZKI“ (Zirkonkrone auf Implantat) abspeichern. Ändern Sie in diesem Komplex nur die entsprechende GOZ-Leistung in 2200 oder 5000 und ergänzen Sie die 9050, Materialien sowie die höheren Laborkosten. Nutzen Sie Ihre bereits erstellten Komplexe und erfinden Sie das Rad nicht immer komplett neu.

 

Für die Implantation verwenden Sie z. B. das Kürzel IMP.

 

  • Beispiel 2: „IMP“ für Implantation

Programmierung für das Kürzel IMP inklusive Vorbehandlung, Begleitleistungen, Freilegung und Materialien. Als fakultative Leistungen können Knochenaufbauten, Augmentationen oder Sinuslift ausgewählt werden.

 
Leistungskatalog
Leistungsposition
Fakultativ
Anzahl
Faktor
Planungsregel

GOÄ

Ä1

2

2,3

je Plan

GOÄ

Ä5

2

2,3

je Plan

GOÄ

Ä3

1

2,3

je Plan

GOÄ

Ä5370

ja

1

1,8

je Plan

GOÄ

Ä5377

ja

1

1,0

je Plan

GOÄ

Ä5004

ja

1

2,5

je Plan

GOÄ

Ä5000

2

2,5

je Zahn

GOZ

9000

1

2,3

je Kiefer

GOZ

0060

3,2

je Plan

Material

Mat. Alginat

1

je Kiefer

BEB

Modell aus Superhartgips

1

je Kiefer

BEB

Desinfektion

2

je Plan

BEB

Fremdlabor Bohrschablone

ja

1

je Kiefer

GOZ

1040

1

2,3

je vorh. Zahn

GOZ

4020

2

3,5

je Plan

GOZ

0080

2

2,3

je Zahn

GOZ

0090

4

3,2

je Zahn

GOZ

0100

2

3,2

je Zahn

Material

Mat. Anästhesie

2

je Zahn

GOZ

9010

1

3,5

je Zahn

Material

Mat. Implantat

1

je Zahn

GOZ

9090

ja

1

3,0

je Zahn

Material

Mat. Knochenfalle

ja

1

je Plan

GOZ

9100

ja

1

3,0

je KH/FZ

GOZ

9100 halbe Gebühr

ja

1

3,0

je KH/FZ

GOZ

9100 drittel Gebühr

ja

1

3,0

je KH/FZ

GOZ

9110

ja

1

3,5

je Zahn

GOZ

9120

ja

1

3,5

je Zahn

Material

Alloplast. Aufbaumaterial

ja

1

je KH

Material

Membran

ja

1

je KH

Material

Mat. Membranpins

ja

2

je KH

GOZ

9040

1

je Zahn

Material

Mat. Gingivaformer

1

je Zahn

Material

Mat. Naht

3

je Zahn

GOZ

3100

ja

1

2,3

je Zahn

GOZ

3300

4

3,2

je Zahn

 

Kombinieren Sie jetzt beide Kürzel „ZKI“ und „IMP“ in einem Kostenplan, dann erhalten Sie mit wenig Aufwand eine komplette Implantatplanung inklusive Suprakonstruktion.

Kostenplan auch für die Leistungseingabe nutzen

Nutzen Sie Ihren vollständig erstellten Kostenplan auch für die Leistungseingabe. Kommt der Patient zur Behandlung, wählen Sie sich den gültigen Kostenplan aus und erfassen die erbrachten Leistungen direkt aus Ihrem Plan heraus. Selbstverständlich müssen im individuellen Einzelfall die Leistungen und Steigerungssätze entsprechend angepasst werden.

OP-Dokumentation schnell und vollständig erstellen

Denken Sie immer an das Patientenrechtegesetz. In § 630h Abs. 3 heißt es: „Hat der Behandelnde eine medizinisch gebotene wesentliche Maßnahme und ihr Ergebnis entgegen § 630f Abs. 1 oder Abs. 2 nicht in der Patientenakte aufgezeichnet oder hat er die Patientenakte entgegen § 630f Abs. 3 nicht aufbewahrt, wird vermutet, dass er diese Maßnahme nicht getroffen hat.” Das hat im Streitfall weitreichende Folgen für Ihre Honorierung.

 

Umfangreiche Dokumentationen wie z. B. OP-Berichte können Sie ebenfalls vorbereiten und als Textbausteine oder Druckvorlagen in Ihr System einpflegen. Nutzen Sie dabei auch die in Ihrer Software integrierten Makros für z. B. Patientennamen und Geburtsdatum. Selbstverständlich müssen Dokumentationen immer patientenbezogen individualisiert und angepasst werden.

 

  • Beispiel: OP-Protokoll einer Implantation mit internem Sinuslift und Augmentation mit alloplastischem Knochenmaterial (Makros in Klammern)

[Pat.-Vorname] [Pat.-Name]

[Pat.-Geb.-Datum]

OP-Region/Zahn:

OP-Datum: [Datum]

OP-Anfang:

OP-Ende:

Einverständniserklärung liegt vor: ja

Chirurgische Aufbereitung gemäß QM: AA 0000

Präoperative Medikation:Postoperative Medikation:

Blutentnahme: Röhrchen

Aufbereitung Eigenblut gemäß PRGF Protokoll

Blutdruck:

Puls:

Anästhesie:

LokalanästhesieLachgassedierung

ITN

Orale Desinfektion mit CHX gemäß QM: AA 0001

Verwendete Medizinprodukte, Sterilgüter, Materialien und Instrumente wurden patientenbezogen in der Materialverwaltung gescannt

Verantwortlicher Zahnarzt: Dr. Mustermann

Chirurgische Assistenz:

Muster 1

Springer:

Muster 2

OP Bericht: ...

Schnittführung: von regio ... bis regio ...

Lagerbildung: regio ....Bohrung: ... mm

Mobilisation der KH-Schleimhaut mit Ultraschall und Wasserdruck. Sinuslift intern.

Defekt bukkal, palatinal, mesial, distal zirkulär mit Eigenknochen und alloplastischem Material abgedeckt.

Implantatinsertion. Implantat Länge: ... mm, Durchmesser: ... mm

Hersteller: ...

Röntgenkontrolle: ...

Knochenklasse: DS 1, 2, 3, 4Primärstabilität: sehr gut, gut, schlechtPeriostschlitzung: regio ...

Naht: ... Geplante Einheilzeit: ...

Komplikationen: ...

 

Weiterführender Hinweis

  • Informationen zur vollständigen Dokumentation finden Sie im Beitrag „Die zahnärztliche Dokumentation: Aktueller Stand“ in PA 07/2015, S. 2 f.
Quelle: Ausgabe 03 / 2016 | Seite 10 | ID 43868415