01.01.2007 · Fachbeitrag aus GStB · Europäischer Gerichtshof
Seit der EuGH-Entscheidung in der Rechtssache „Seeling“ (EuGH 9.5.03, C-265/00) erfreut sich die volle Zuordnung eines auch privat genutzten Unternehmensgebäudes zum Unternehmensvermögen großer Beliebtheit. Denn die dadurch erlangte höhere Vorsteuer wirkt in der Investitionsphase wie ein zinsloses Darlehen des Fiskus. Entscheidender Faktor bei der Rentabilität dieser Gestaltung ist aber die Frage, mit welchem Anteil die Gebäudeherstellungskosten in die Bemessungsgrundlage der ...
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01.01.2007 · Fachbeitrag aus GStB · Immobilien
Gewerblicher Grundstückshandel kann nach dem BFH-Urteil vom 20.4.06 (III R 1/05, Abruf-Nr.
063450
) auch dann vorliegen, wenn auf die Veräußerung des ersten Objektes eine mehr als zweijährige inaktive Phase folgt, in der die späteren Grundstücksgeschäfte noch nicht konkret absehbar sind und während der keine Grundstücke im Umlaufvermögen gehalten werden.
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01.01.2007 · Fachbeitrag aus GStB · Bundesfinanzhof
Dient ein Gebäude teils der Erzielung steuerfreier und teils steuerpflichtiger Umsätze, so sind die Vorsteuerbeträge aus Herstellungs- oder Erhaltungsaufwand regelmäßig nur anteilig abziehbar. Die abziehbaren Teilbeträge sind im Wege der sachgerechten Schätzung zu ermitteln, wobei das Verhältnis der Nutzflächen als Grundlage dienen kann. Das Verhältnis der Ausgangsumsätze hatte der BFH ebenfalls zugelassen (BFH 17.8.01, V R 1/01, Abruf-Nr. 011319), was von der Finanzverwaltung jedoch ...
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01.12.2006 · Fachbeitrag aus GStB · Umsatzsteuer
Wohnungseigentümer befinden sich zivilrechtlich in einer „Doppelstellung“: Nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) steht ihnen das Sondereigentum an dem unmittelbar auf sie entfallenden Wohn- oder Teileigentum zu. Zugleich sind sie Miteigentümer der im gemeinschaftlichen Eigentum stehenden Substanz. Während sie mit ihrem Sondereigentum weitgehend nach Belieben verfahren können, obliegt die Verwaltung, Instandhaltung und Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums der ...
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01.12.2006 · Fachbeitrag aus GStB · Insolvenzvermeidung
Die GmbH ist nach wie vor die Rechtsform mit den meisten Insolvenzen. Die Beratung einer „krisengeschüttelten“ GmbH ist somit ein sehr wichtiges, aber auch ein sehr anspruchsvolles Betätigungsfeld, bei dem dem Berater auch schnell haftungsrechtliche Konsequenzen drohen können. Ziel der Beratung muss es zunächst sein, eine bilanzielle Überschuldung der GmbH zu vermeiden. Sodann müssen der GmbH neue Mittel zugeführt werden, damit ihre wirtschaftliche Existenz gesichert wird. Allerdings ...
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01.12.2006 · Fachbeitrag aus GStB · Lohnsteuer
Am 1.1.07 tritt das Steueränderungsgesetz 2007 in Kraft. Damit wird die Entfernungspauschale bekanntlich erheblich beschnitten. Die auf den ersten Blick einfach anmutende Regelung hat in der Praxis erhebliche „Nebenwirkungen“. So sind Unfallkosten auf dem Weg zur Arbeit ab 2007 nicht mehr abziehbar, und auch bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden Steuerpflichtige künftig schlechter gestellt. Die Auswirkungen der Neuregelung werden nachfolgend anhand von Beispielen ...
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01.12.2006 · Fachbeitrag aus GStB · Lohnsteuer
Nach § 38 Abs. 2 S. 1 EStG ist der Arbeitnehmer zwar
Schuldner
der Lohnsteuer. Der Arbeitgeber hat diese aber als sogenannter
Entrichtungsschuldner
vom Gehalt des Arbeitnehmers einzubehalten, beim Betriebsstättenfinanzamt anzumelden und abzuführen. Nach § 42d Abs. 1 EStG haftet er grundsätzlich auch für diese Lohnsteuer. Welche „Spielregeln“ das Finanzamt bei der Entscheidung über die Inanspruchnahme des Arbeitgebers zu beachten hat und in welchen Fällen Sie als Berater dagegen ...
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01.12.2006 · Fachbeitrag aus GStB · Finanzierung
Für mittelständische Unternehmen wird es immer schwieriger, von den Banken zinsgünstige Darlehen zu erhalten. Das gilt vor allem bei eher mäßiger Eigenkapitalausstattung. Ein Lösungsweg ist hier vielfach die Kreditgewährung durch die Gesellschafter einer GmbH zu vergleichbaren Konditionen. Dies ist steuerlich meist günstiger als die Aufnahme von Eigenkapital, weil sich die Schuldzinsen als Betriebsausgaben stärker auswirken als die Kapitaleinnahmen im Privatbereich. Diese Faustregel ...
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01.12.2006 · Fachbeitrag aus GStB · Bundesfinanzhof
Wer ein Gebrauchtfahrzeug oder - als Liebhaber älterer Fahrzeuge -
einen Oldtimer für sein Unternehmen erwirbt, der kauft häufig ohne Vorsteuerabzugsmöglichkeit nach § 25a UStG oder von einer Privatperson. Verlässt dieses Fahrzeug später wieder das Unternehmensvermögen, unterliegt nur der Verkauf der Besteuerung, während die Entnahme gemäß § 3 Abs. 1b S. 2 UStG unbesteuert bleibt. Diese Besteuerungsdifferenz macht sich das sogenannte „Entnahme-Verkaufs-Modell“ zunutze, bei dem ...
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01.12.2006 · Fachbeitrag aus GStB · Bundesfinanzhof
Die Ansparrücklage nach § 7g EStG ist eines der wenigen verbliebenen Gestaltungsmittel, mit dem ohne größeren Aufwand durch schlichte (aber planbare) Verlagerung von Einkünften erhebliche Liquiditätsvorteile und echte Steuereinsparungen erzielt werden können. Für Existenzgründer bestehen unter bestimmten Voraussetzungen sogar erweiterte Möglichkeiten zur Bildung einer Ansparrücklage (§ 7g Abs. 7 EStG: erweiterter Gründungs- und Investitionszeitraum bis auf insgesamt 11 Jahre; keine ...
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