31.01.2020 · Fachbeitrag aus GStB · Bilanzierung
In deutschen Unternehmen besteht eine äußerst nuancenreiche „Rückstellungskultur“, die bei Betriebsprüfungen immer wieder für Zündstoff sorgt. Insbesondere langfristige Verpflichtungen sind bilanzpolitisch nutzbar, was Gesetzgeber und Finanzverwaltung dazu bewogen hat, der Kreativität enge Grenzen zu setzen. Die hier maßgeblichen GoB sind jedoch vorrangig durch die BFH-Rechtsprechung geprägt; somit sind Streitigkeiten vorprogrammiert. Grund genug die äußerst praxisrelevanten ...
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31.01.2020 · Fachbeitrag aus GStB · Organschaft
Die Thematik der organschaftlichen Mehr- und Minderabführungen hat schon immer die Gerichte beschäftigt. Und die steuerbilanzielle Umsetzung ist nicht immer einfach. Grund genug, die wichtigsten Zweifelsfragen in diesem Bereich anhand der jüngsten BFH-Rechtsprechung näher zu analysieren und die Prüfungssystematik schematisch eingehend darzustellen.
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31.01.2020 · Fachbeitrag aus GStB · Umsatzsteuer
Investitionen in die bessere Straßenanbindung eines betrieblichen Grundstücks enthielten bislang enormes Frustrationspotenzial: Der BFH verwehrte dem Unternehmer regelmäßig den Vorsteuerabzug, weil er solche Investitionen in erster Linie als „unentgeltliche Zuwendung an die Gemeinde“ als Eignerin des Straßenlandes wertete. Dieses massive Vorsteuerabzugsproblem könnte jetzt gelöst werden. Eine EuGH-Vorlage vom 13.3.19 (XI R 28/17) könnte die Kehrtwende bringen.
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31.01.2020 · Fachbeitrag aus GStB · Umsatzsteuer
In familiären Unternehmensverbünden oder Konzernen werden Eingangsleistungen mitunter von Unternehmen bezogen, obwohl die Leistung letztlich einer anderen Einheit des Verbundes – ohne entsprechende Weiterbelastung – zugutekommt. Wurden solche Vorgänge später vom FA aufgedeckt, war bislang streitig, ob die drohende Vorsteuerrückforderung durch nachträgliche Entgeltlichkeitsvereinbarungen abgewendet werden konnte. Dies hat der BFH nun verneint (22.11.18, V R 44/17, Abruf-Nr. 207486 ).
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28.01.2020 · Nachricht aus GStB · Freiberufler
Zu den freiberuflichen Einkünften zählt gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 EStG auch die erzieherische Tätigkeit. Darunter ist die planmäßige Tätigkeit zur körperlichen, geistigen und charakterlichen Formung junger Menschen zu verstehen. Diese Tätigkeit kann durch den Betriebsinhaber einer therapeutischen Einrichtung nur dann geprägt und damit eigenverantwortlich durchgeführt werden, wenn er nachhaltig aktiv daran teilnimmt. Es reicht nicht, wenn er nur organisatorisch sicherstellt, ...
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28.01.2020 · Fachbeitrag aus GStB · Steuerberater in eigener Sache
Immer wieder beschäftigt sich die Rechtsprechung mit der Haftung des Steuerberaters. Meist geht es dabei um Themen, die mit der steuerberatenden Tätigkeit im engeren Sinne zusammenhängen. Insbesondere die Frage, welche konkreten Pflichten sich aus einer Mandatsbeziehung ergeben und was gerade nicht vom „normalen“ Mandat umfasst wird, sondern der gesonderten Beauftragung bedarf, hat die Gerichte oft beschäftigt. In einem Urteil des BGH vom 6.12.18 (IX ZR 176/16; Abruf-Nr. 206677 ) ging ...
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28.01.2020 · Fachbeitrag aus GStB · § 6b-Rücklage
Der Gewinn aus der Veräußerung bestimmter Wirtschaftsgüter kann auf ein innerhalb von vier Jahren neu angeschafftes oder hergestelltes vergleichbares Wirtschaftsgut übertragen werden, ohne dass die stillen Reserven versteuert werden müssen. Wird allerdings mit der Anschaffung oder Herstellung des Reinvestitionsgutes nicht rechtzeitig begonnen, droht ein Gewinnzuschlag von 6 % auf den Rücklagenbetrag (§ 6b Abs. 7 EStG). Der BFH hat jetzt näher analysiert, wann genau mit der Herstellung ...
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28.01.2020 · Nachricht aus GStB · Realsplitting
Wird die Anlage U erst von den Beteiligten unterschrieben, nachdem die ESt-Veranlagung des Empfängers bereits bestandskräftig ist, stellt sich im Hinblick auf die spätere Abänderbarkeit die Frage, ob bereits die Unterzeichnung und Einreichung der Anlage U das maßgebliche rückwirkende Ereignis i. S. d. § 175 Abs. 1 Nr. 2 AO ist. Laut FG stellt erst die tatsächliche steuerliche Berücksichtigung der im Rahmen des Realsplittings geltend gemachten Unterhaltsleistungen beim Geber ein ...
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28.01.2020 · Nachricht aus GStB · Arbeitgeber
Der BFH hatte jüngst mit „revolutionären“ Urteilen vom 1.8.19 eine für zahlreiche Steuerbefreiungs- und Pauschalierungsvorschriften bedeutsame „Leistung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“ im Falle eines Lohnformwechsels bejaht (GStB 20, 27). Die BFH-Entscheidungen weichen grundlegend von der Verwaltungsauffassung ab. Der unliebsamen Rechtsprechung soll durch ein Nichtanwendungsgesetz der Boden entzogen werden.
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21.01.2020 · Fachbeitrag aus GStB · Aktuelle Rechtsprechung
Aufwendungen, die dem Arbeitnehmer im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung entstehen, gehören zu den Klassikern in der Beratungspraxis. Gesetzverschärfungen und die jüngere Rechtsprechung der Finanzgerichte geben Anlass, die aktuelle Rechtsentwicklung nochmals zu vertiefen.
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