Wird bei einem Grundstückskaufvertrag die grundsätzliche Verpflichtung des Verkäufers, das Grundstück frei von Rechtsmängeln zu übergeben (§ 433 Abs. 1, § 435 BGB), vertraglich abbedungen, belässt der Grundstückskäufer also die Nutzungen dem Verkäufer (oder einem Dritten) über diesen Zeitpunkt hinaus, liegt darin ein geldwerter Vorteil, den der Käufer für den Erwerb der Sache hingibt. Dies rechtfertigt die Einbeziehung der dem Verkäufer bzw. dem Dritten vorbehaltenen Nutzungen in die ...
Mit Urteil vom 26.10.22 (13 K 1920/21; Rev. BFH XI R 28/22, Einspruchsmuster ) hat das FG Münster entschieden, dass Nachzahlungszinsen zu erlassen sind, soweit sie auf Steuernachzahlungen entfallen, für die nach ...
Hat sich ein Arbeitnehmer – etwa ein leitender Angestellter – am Unternehmen des Arbeitgebers als stiller Gesellschafter beteiligt, stellt sich die Frage, ob die aus der Beteiligung zugeflossenen Erträge als Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 1 Nr. 4 EStG) oder als solche aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 EStG) zu qualifizieren sind. Die Einkünftequalifizierung ist entscheidend für die Anwendung des § 32d EStG (Abgeltungsteuersatz). In einer aktuellen Entscheidung hat sich das FG ...
Ob die Einkünfte eines persönlich haftenden Gesellschafters einer KGaA einheitlich und gesondert gem. § 180 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 lit. a AO festzustellen sind, ist umstritten. Die Rechtsprechung lehnt überwiegend ...
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Das FG Hessen (11.5.22, 8 K 365/17, EFG 22, 1913, Urteil; Rev. BFH III R 33/22, Einspruchsmuster ) hat aktuell entschieden, dass die Aufwendungen für die Buchung von Werbeträgern keine gemäß § 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG hinzuzurechnenden Mietaufwendungen darstellen. Die Vorschrift erfasse Entgelte für die Benutzung fremder beweglicher Anlagegüter. Hinzugerechnet werden könnten nur Miet- und Pachtzinsen, die auf Basis eines Miet- oder Pachtvertrags entrichtet würden. Im Streitfall hatte die Klägerin aber ...