21.01.2015 · Erledigtes Verfahren · EStG § 20 Abs 1 Nr 7 S 3 · VIII R 28/12
Erstattungszinsen, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Rückwirkungsverbot
Letzte Änderung: 21. Januar 2015, 10:00 Uhr, Aufgenommen: 21. September 2012, 11:40 Uhr
Stellt die durch das JStG 2010 vom 8. Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768) eingefügte Neuregelung des § 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3 EStG, wonach Erstattungszinsen i.S. von § 233a AO Erträge i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 1 EStG darstellen, eine vorrangige Spezialregelung gegenüber § 12 Nr. 3 EStG dar, so dass im Veranlagungszeitraum 1992, in dem ein Abzug von Nachzahlungszinsen als Sonderausgaben gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG noch möglich war, Erstattungszinsen zur Einkommensteuer steuerbar sind? Verstößt die Neuregelung, die nach § 52a Abs. 8 Satz 2 EStG in allen noch offenen Fällen anzuwenden ist, gegen das Rückwirkungsverbot?
Gericht: Bundesfinanzhof
Aktenzeichen: VIII R 28/12
Vorinstanz: Finanzgericht Münster 10.5.2012 2 K 1947/00 E
Normen: EStG § 20 Abs 1 Nr 7 S 3, EStG § 52a Abs 8 S 2, EStG § 12 Nr 3, AO § 233a, GG Art 20 Abs 3
Erledigt durch: Urteil vom 24.06.2014, durcherkannt.
Rechtsmittelführer: Verwaltung