01.12.2022 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Testamentsvollstreckung
Der Erblasser kann nach § 1937 BGB vorwiegend durch einseitige Verfügung von Todes wegen (Testament, letztwillige Verfügung) den Erben bestimmen. Hierbei kann eine Testamentsvollstreckung gerade zur Absicherung des Willens des Erblassers oder des Schutzes der Erben vor sich selbst (etwa bei Minderjährigen oder bei Behinderung) sinnvoll sein. Ein schöner Nebeneffekt ist die Vereinfachung der Verwaltung und der Teilung der Erbschaft bei Erbstreitigkeiten. Gerade bei minderjährigen Erben ...
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01.12.2022 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Grundbuchrechtliches Berichtigungsverfahren
Im Streitfall ging es um den Nachweis der Erbfolge im grundbuchrechtlichen Berichtigungsverfahren durch öffentliches Testament mit Nacherbeneinsetzung nach Art der sog. „Dieterle-Klausel“. Das Kammergericht Berlin hat in seiner aktuellen Entscheidung vom 26.8.22 die Auffassung vertreten, dass hier ein Erbschein nicht erforderlich ist.
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01.12.2022 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Erbschaftsteuer
Der maßgebliche Zeitpunkt für die Beurteilung, ob der Kläger die auf den Erwerb der streitgegenständlichen Wohnung entfallene Erbschaftsteuer nur durch deren Veräußerung aufbringen kann, sodass ein Anspruch auf eine Stundung bestünde (§ 28 Abs. 3 S. 1 Hs. 2 ErbStG), ist der Zeitpunkt der Steuerentstehung – wie das FG München in seinem Urteil vom 26.1.22 eindeutig klargestellt hat.
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01.12.2022 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Arbeitshilfe
Eheleute verfassen häufig ein gemeinschaftliches Testament in Gestalt des sog. „Berliner Testaments“. Dabei setzen sie sich gegenseitig zu Alleinerben ein und bestimmen zugleich, wer nach dem Tod des Letztversterbenden Schlusserbe werden soll. Dabei wird aber häufig nicht bestimmt, ob der überlebende Ehepartner die Regelung für den Schlusserbfall wieder ändern darf. Häufig wird im Ehegattentestament auch verfügt, dass der länger lebende Ehegatte „Vorerbe“ und die Kinder ...
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16.11.2022 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Gesetzgebung
Mit den im JStG 2022 (Drucksache 20/3879) in Art. 12 vorgesehenen Änderungen des Bewertungsgesetzes werden insbesondere das Ertrags- und das Sachwertverfahren zur Bewertung bebauter Grundstücke an die geänderte ImmoWertV angepasst. Das Gleiche gilt für die Bewertung in Erbbaurechtsfällen und Fällen mit Gebäuden auf fremdem Grund und Boden. Damit soll dem Grundsatz der Modellkonformität Rechnung getragen werden. Insbesondere soll sichergestellt werden, dass die von den ...
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31.10.2022 ·
Sonderausgaben aus ErbBstg · Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer · Nachfolgeplanung
Angesichts steigender Immobilienpreise machen sich immer mehr Eltern frühzeitig Gedanken darüber, wie sie ihr Vermögen möglichst steuerfrei an die nächste Generation weitergeben können, ohne schon zu Lebzeiten den kompletten Zugriff auf das Vermögen zu verlieren. Durch den Einsatz eines Familienpools kann die Vermögensnachfolge gerade bei komplexen Vermögen optimal strukturiert werden. Die nachfolgenden Generationen können auf diese Weise als Gesellschafter an dem Vermögen der ...
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31.10.2022 · Nachricht aus ErbBstg · Jahressteuergesetz 2022
Mit dem „JStG 2022“ sollen die bestehenden Regelungen der Grundbesitzbewertung an die ImmoWertV vom 14.7.21 angepasst werden (vgl. Gesetzentwurf vom 16.9.22, Drs. 457/22, S. 132 ff.). Eine Änderung der Regelungen zur Bewertung der Grundstücke für die Grundsteuer beinhaltet dieser Entwurf nicht, die Auswirkungen beschränken sich vielmehr auf die Bewertung von Grundstücken für die Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie die Grunderwerbsteuer bei Ansatz der sog. Ersatzbemessungsgrundlage ...
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31.10.2022 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Nachlassverwaltung
Die Rechtsanwältin R war zur Nachlassverwalterin bestimmt worden. In dieser Eigenschaft beantragte sie ein Aufgebot der Nachlassgläubiger und den Erlass eines Ausschlussbeschlusses. Dem Antrag war als Anlage ein „Gläubigerverzeichnis bekannter Gläubiger“ beigefügt. Darin war auch die Gläubigerin G mit einer Forderung gegen den Nachlass über rd. 19.000 EUR aufgeführt. Das Amtsgericht ist dem Antrag der R gefolgt und hat das Aufgebot zum Zwecke der Ausschließung von ...
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31.10.2022 · Fachbeitrag aus ErbBstg · Testamentsvollstreckung
Der BGH hatte sich in seinem Beschluss vom 14.9.22 (IV ZB 34/21) mit dem Verhältnis von postmortaler Vollmacht zu einer vom Erblasser angeordneten Testamentsvollstreckung zu beschäftigen. Der BGH stellt dazu fest, dass diese Frage nicht allgemein, sondern nur im Einzelfall aufgrund einer Auslegung der Vollmachtsurkunde und der letztwilligen Verfügung unter Berücksichtigung des Erblasserwillens ermittelt werden kann.
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31.10.2022 · Nachricht aus ErbBstg · Erbeinsetzung
Die spätere Erblasserin E errichtete in 1988 gemeinsam mit ihrem Ehemann ein handschriftliches gemeinschaftliches Testament. Darin setzten sich die Ehegatten gegenseitig als Alleinerben ein. Weitere Regelungen waren nicht getroffen worden. Nach dem Tod des Ehemanns errichtete die E in 2010 ein weiteres handschriftliches Testament. Darin heißt es: „Hiermit setze ich meinen Sohn D, geb. x.xx.1957, als meinen Alleinerben ein.“
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